Die Besten aus 2020

Mit Erlaubnis der PreisträgerInnen und deren Erziehungsberechtigten zeigen wir hier die gewonnenen Urkunden sowie die zugehörigen Texte und Illustrationen.

Lebensjahre und Wohnort der PreisträgerInnen werden unter den Beiträgen abgegeben.


PROSA

7 bis 8 Jahre

7 Jahre, aus Forstfeld im Elsass
7 Jahre, aus Forstfeld im Elsass





8 Jahre, aus Appenweier-Nesselried
8 Jahre, aus Appenweier-Nesselried

Im Zirkus

Valentin, Marlon und ich gehen in den Zirkus. Wir haben die Eintrittskarten dabei und dürfen in den Zirkus!

Der Zirkusdirektor sagt: „Liebe Zuschauer, ich präsentiere euch die Pferdchen!“

Ein Elefant zieht einen Wagen hinter sich her. Pferde springen heraus. Sie hüpfen durch Reifen. Und das machen sie hundert Mal!

Danach hebt der Elefant eine Kiste mit hunderten Gewichten hoch.

Nach einer kurzen Umbaupause ist ein Seiltänzer durch zehn Feuerreifen gesprungen.

Anschließend kommen große Tiger und springen brüllend durch winzige Feuerreifen. Da die Manege nicht durch einen Käfig geschützt ist, halten die Zuschauer staunend den Atem an.

Nachdem die Tiger die Manege verlassen hatten, kommt ein Papagei reingeflogen und setzt sich auf die Discokugel und fängt dann an Geschichten zu erzählen. Diese Geschichten waren so lustig, dass die Leute laut lachten.

 

 


Während der Papagei noch immer in der Manege ist, hangeln sich kleine Äffchen von einem Gerüst zur Discokugel und wieder zu einem anderen Gerüst. Weil der Papagei krächzend die Manege verlässt und der Vorhang sich schließt, sind die Äffchen aufgeschreckt und toben schreiend in der Manage umher. Ein wildes Durcheinander ist in der Manege. Plötzlich hüpfen sie auch zwischen den Zuschauern herum. Mir, Marlon und Valentin gelingt es, eines der Äffchen anzulocken. Die anderen Äffchen kommen auch und wir beruhigen sie. 

Danach kommt der Clown in die Manege und denkt die Manege sei leer. Er tritt versehentlich auf den Schwanz eines Äffchens und fällt dann auf seine rote Knubbelnase. Erschreckt taumelt der Clown umher und fällt immer wieder auf die Nase weil er so große Schuhe hat. Die Zuschauer finden das sehr lustig. Der Clown lockt ein Äffchen mit einem Apfel an, das den Apfel nimmt und diesen in das Gesicht des Clowns wirft. Wieder lachen die Leute. Ein anderer Affe kommt und stiehlt den Hut des Clowns und grinst indem er seine Lippen nach oben zieht. Sieben der zehn Äffchen verlassen nun mit dem Clown die Manege, und drei der Äffchen bleiben bei uns.

Nach all der Aufregung fahren Katzen und Hunde mit Inlinern durch die Manege. Sie Miauen und bellen mit lustigen Gesichtern. Die Leute sind darüber sehr erstaunt.

Der Zirkus ist nun zu Ende, und jeder von uns durfte eines der Äffchen mit nach Hause nehmen, da sich diese nicht mehr von uns trennen wollten.

 

Es war toll!


7 Jahre, aus Forstfeld im Elsass
7 Jahre, aus Forstfeld im Elsass



8 und 10 Jahre, aus Forstfeld im Elsass
8 und 10 Jahre, aus Forstfeld im Elsass

PROSA

9 bis 10 Jahre

10 Jahre, aus Hornberg
10 Jahre, aus Hornberg

Der geheimnisvolle Zirkus

 

Hannes räumt gerade den Dachboden auf. Er schuftet Kisten nach rechts und links, nach oben und unten und vor und zurück. Nach drei Stunden harter Arbeit, stößt er auf eine sehr alte Kiste. Zumindest sieht sie so aus. Auf dem Deckel steht die Jahreszahl 1977. Die Kiste muss also aus diesem Jahr stammen. Langsam öffnet er sie…

…Und zum Vorschein kommt ein uralter Playmobil Zirkus.

Hannes staunt.

 

Er kann es kaum glauben, dass er gerade ein wunderschönes Spielzeug gefunden hat. Eilig läuft er die Treppen hinunter zu seinen Eltern, die er dann fragt: „Mama, Papa, ich habe auf dem Dachboden einen alten Spielzeug Zirkus gefunden. Darf ich mit ihm spielen? Bitte, bitte, bitte?“ „Natürlich“, sagt sein Papa und lächelt dabei geheimnisvoll.


Als Hannes wieder im Dachboden steht, ist die Kiste an einer ganz anderen Stelle. Seltsam, sagt er zu sich, denkt sich dabei aber nichts… Er trägt die Kiste runter in sein Zimmer. Neben der Leiter die zu seinem Hochbett führt, baut er den Zirkus auf. In der eher kleinen Kiste ist erstaunlich viel drin. Es scheint, als ob immer mehr auftaucht, wenn man etwas raus holt. Als erstes stellt er die Manege auf, dann holt er den Zirkusdirektor und die Akrobaten aus der Kiste. Nun kommen die zwei Clowns, die Hunde mit den beweglichen Beinen, die Elefanten mit den großen Ohren, die Löwen mit ihrer stolzen Haltung und die Pferde mit den schmalen Rücken. Die Tiere warten in ihren Gehegen auf ihren Auftritt. Die Akrobaten, die auf ihnen turnen sollen, stehen bewegungslos daneben. Auch die Clowns warten brav. Nur der Direktor steht in der Manege und die Spielzeugzuschauer gucken ihn an. Als letztes kommt noch das Zelt. Hannes ist gerade so schön am Spielen, als seine Mama nach ihm ruft. Es gibt nun Abendbrot. Er läuft die Treppe runter zu seinen Eltern.

 

Während Hannes isst, passiert in seinem Zimmer etwas sehr seltsames. Der Playmobilelefant trötet! Auf einmal gehen versteckte Lichter an, die Hannes noch überhaupt nicht entdeckt hat und die Zuschauer klatschen  Beifall. Es spielt sich eine richtige Zirkusshow ab. Nun setzen sich die Akrobaten auf die Pferde und reiten durch den Eingang vom Zirkuszelt. Die Zuschauer staunen, als ein Akrobat einen Salto auf dem Pferderücken macht.

Die Vorstellung endet abrupt. Alle Spielzeugfiguren erstarren. Schritte nähern sich und die Tür geht auf. Hannes kommt ins Zimmer, zieht sich den Schlafanzug an und kriecht ins Bett. Kaum ist er eingeschlafen, geht die Vorstellung weiter. Die Akrobaten reiten aus dem Zirkuszelt. Der Direktor kündigt die Elefanten an und kaum ist er fertig stehen sie auch schon in der Manege. Als ein Elefant besonders laut trötet, wacht Hannes auf. Er hört Stimmen, Applaus und Elefanten. Langsam Schaut er über die Kante des Hochbetts und glaubt nicht was er sieht. War das möglich, denkt er, gibt es lebende Playmobilmännchen? Scheinbar ja. Hannes andere Playmobilfiguren können das nicht. Dann hat er ja einen richtigen Schatz entdeckt.

Nun kommen die Clowns dran. Davor sagt der Direktor sie noch an: „Und jetzt meine lieben Damen und Herren, kommen unsere beiden Clowns Radma und Rema! Sie hopsen lustig durch das Zirkuszelt und erzählen Witze. Bei einem muss sogar Hannes kichern. Zum Glück sind die Zuschauer lauter als er.  

 

Nun ist Pause und so sehr er sich auch anstrengt, Hannes schafft es einfach nicht die zwanzig Minuten wach zu bleiben. So schläft er ein. Jetzt verpasst er halt wie die Hunde dem Trainer Pfote geben, wie sie über die Hindernisse in Männchen Haltung laufen und wie der lange Dackel sich unter einer Stange hindurch zwängt. Die Löwen machen ihren Anteil der Vorstellung auch ohne Hannes. Sie springen durch einen brennenden Reifen und drehen sich auf einem kleinen Podest um die eigene Achse. Das große Finale wo die Akrobaten mit ihren Pferden, die Clowns, die Hunde und die Löwen in der Manege stehen passiert auch ohne ihn.

 

Am nächsten Morgen wacht Hannes sehr spät auf. Es ist schon halb elf. Er überlegt: „Hab ich das gestern Nacht nur geträumt oder war das die Realität?“ Hannes schaut ganz vorsichtig von seinem Bett auf den Zirkus. Vielleicht läuft die Vorstellung ja immer noch? Nichts rührt sich. Nur die Zuschauer sind nicht mehr da. Er springt aus dem Bett und schaut sich Clown Radma an: „Äh… Hallo Habt ihr gestern Nacht wirklich eine Zirkusvorstellung aufgeführt? Und kannst du mich verstehen? Wenn ja, die Show war richtig toll.“ Das Playmobil-männchen sagt, rührt und bewegt sich nicht. Er nimmt auch noch den Direktor, die Akrobaten, einen Elefant und Clown zwei in die Hand und redet mit ihnen – bei allen erfolglos. 

Jetzt rennt Hannes in die Küche um seinen Eltern das seltsame Erlebnis zu erzählen. Sein Papa steht in der Küche und macht sich gerade einen Kaffee. Hannes ruft: „Papa, Papa gestern Nacht ist der Playmobil Zirkus zum Leben erwacht!“ Papa fragt: „Darf ich mir den Zirkus mal anschauen?“ „Natürlich“, beantwortet Hannes die Frage. „Er gehört ja nicht mir.“

 

Als sie in Hannes Zimmer stehen ist der Zirkus verschwunden. „Seltsam“, sagt Papa. „Bei mir war das damals gleich…“

 


10 und 13 Jahre, aus Offenburg
10 und 13 Jahre, aus Offenburg

Zirkus

An einem schönen Samstagnachmittag wollten Mia, Paul und Lena in den Zirkus gehen. Als sie am Zelt ankamen, sahen sie schon die Elefanten. Ein Mann im grauen Jackett sagte: „3 Personen? Das macht dann 30 Euro.“ „Okay“, Sagte Paul und zog einen Zwanziger und einen Zehnerschein aus der Tasche.

 Sie fanden ihre Sitzplätze ganz inmitten der Haupttribüne. Von dort aus hatten sie einen großartigen Ausblick auf die riesige Manege. Die erste Aufführung war von einer Seiltänzerin in einem rosa Trikot. Sie konnte sogar ein Spagat und ein Rad auf dem Seil machen. Danach kamen die Zauberer, Merlin, Gandalf und Dumbledore.

 

Als als drittes die Löwen kamen, erschrak Mia. Ängstlich sagte sie: „Äh…Äh... Wenn einer mir in die Nähe … kommt, dann... dann…“ Doch Lena konnte ihre kleine Schwester beruhigen: „Ach, die werden doch nicht ausbrechen! Das haben die alles im Griff!“ Doch da hatte sich Lena vertan. Als der große Löwe durch den Feuerreifen sprang, sah er schon ziemlich unruhig aus. Doch es wurde noch schlimmer. Und als dann der Löwe in Richtung Haupttribüne sprang, schrie selbst Paul, der sonst nie Angst hatte. 


Mia und Lena wollten schon wegrennen, als der Zirkusdirektor auf die Bühne kam. „Ach“, sagte er. „Bruno macht doch nichts!“ und kraulte ihm im Nacken. Doch da sprang Bruno auf und biss ihm in den Daumen. Vor Schmerz heulte der Direktor. Der Löwe rannte sogar auf Mia, Paul und Lena zu. Ein kleines Mädchen, vielleicht im Alter von drei Jahren, rannte auf die Manege und rief vor Freude: „Leonie will auf Löwe gehen.“ Sie sprang auf den Rücken des Löwes. Doch der Löwe versuchte sie abzuschütteln –vergebens! Das Mädchen schrie vor Freude: „Ich will Löwe haben!“ Das Zirkuszelt hatte sich inzwischen schon fast geleert. Nur noch Paul, Mia, Lena und die Mutter des kleinen Mädchens, welche nun hilflos zu den Kindern rannte, waren noch im Zelt. Und natürlich das Mädchen. Es ritt immer noch in der Manege vor Freude kreischend.

Plötzlich hörte Lena komische Geräusche. Wie ein fiepen. Was war das? Aber nicht nur sie hörte das. Auch Paul und Mia hoben sich wundernd die Ohren zu. Dann kam ein tiefes Brummen und eine tiefe Stimme. Sie sprach: „Hilfe, Hilfe! Befreit mich aus dem Bann des Merlins. Er ist schuld, nur er. Befreit mich aus dem Bann des Merlins. Nur er ist schuld.“  Diesen Satz wiederholte die seltsame Stimme mindestens sieben Mal. „Aber…“, stammelte Lena, die sich nicht erklären konnte, woher diese Stimme kam. „Wer und wo bist du überhaupt? Und… Wie sollen wir das tun?“

Der Direktor hatte bereits den Tierarzt und die Polizei gerufen, die beide keine 2 Minuten später kamen.

Als ein Mann mit Gewehr aus dem beigen Auto stieg, baute sich Paul schützend vor dem Löwen auf. Denn er wusste, dass die Stimme von dem Löwen kam und er wusste ebenso genau, dass hinter dem Löwen ein Mensch steckte! Aber wer?

Der Mann kam stinkwütend auf Paul zu und drohte: „Dann erschieße ich dich!“ Aus dem Hintergrund hörte man eine Stimme: „Löwe nicht totmachen. Sonst isst er dich noch auf. Weil der hat so großen Hunger. Das glaubst du nicht. Weil er ist eigentlich ein allerechter Mensch!!!“ „Immer diese Kleinkinder und ihre Fantasien… Die sollten lieber mal aufpassen, dass sie nicht selbst sterben, ob vom Löwe oder vom Gewehr. Mit einem bösen Grinsen hob er sein Gewehr in die Luft.

„Ich höre deine Stimme. Du bist der Merlin. Du bist schuld, nur du. Ich höre deine Stimme, du geistig beschädigter Rammelstein! Ich wünsche du, ja nur du, wärest eine kleine Kakerlake!“

Plötzlich fiel ihm sein Gewehr aus den Händen. Sein Selbstbewusstsein wurde kleiner. Auch er selber! Er wurde zu einem Viech, das einer Kakerlake ähnelte. Dafür wurde der Löwe immer größer.

„Löwe darf nicht gehen! Löwe gehört mir! Löwe nicht Aua machen. Bösem Mann Aua machen“ Der Löwe nahm nun eine menschliche Gestalt an. Sie ähnelte einem Mann, der allerdings noch Schnurrhaare im Gesicht hatte. Sie verwandelten sich nach und nach zu einem braunen Schnurrbart. Jetzt erkannte Leonie ihn: „Papa wieder da ist. Papa Löwe gesehen hat? Papa keine Angst hat? Papa ist wieder der Beste auf dem Weltall, der allerbessere Papa wie sonst!“ Da erklärte Leonies Vater alles: „Ich war immer auf der guten Seite. Dieser Merlin allerdings nicht. Er ist schuld, nur er. Er hat nämlich den Bann auf mich gesetzt. Er hat mich in einen Löwen verwandelt, den er während der Aufführung töten wollte. Übrigens, ich bin Harald. Ich bin euch unendlich dankbar für all eure Hilfe. Nur noch eine Frage: Schmecken euch Kakerlaken?“ „Nicht welche, die einmal Merlin hießen“, erwiderten Lena, Mia und Paul aus einem Mund. Und natürlich auch Leonie, diese sagte allerdings: „Nicht Merlin Hunger haben!“ Mit ihren kleinen Füßchen zerstampfte sie die Kakerlake.

Zusammen liefen alle in Richtung Stadt. „Ein Eis für alle?“, fragte Harald. „Ja“, riefen die anderen.

 

„Ich habe euch schließlich noch etwas zuschulden!“


10 Jahre, 10 Jahre, aus Hornberg
10 Jahre, 10 Jahre, aus Hornberg

Manfred und die Zirkusleute hatten nicht bemerkt, dass der Vorhang bereits offen war.

Als Manfred dann raus in die Manege ging, schrien alle Zuschauer: „Buh, Buh!“. Ein Zuschauer fing an zu schreien: „Ich will mein Geld zurück!“ und ging sofort zur Kasse. Alle anderen folgten ihm.

Manfred sagte Traurig: „Warum buhen die Leute uns aus, wenn wir noch gar nicht angefangen haben?“ Der Bauchredner erklärte Manfred: „Der Vorhang war die ganze Zeit offen.“ Die Zuschauer bekamen ihr Geld zurück und gingen.

 

Ein großes Chaos im Zirkus

 

Am 26 April 2020 bekam Manfred Schikowski einen Brief, darin stand, dass sein Opa Ferdinand an Covid-19 gestorben war und er ihm seinen Zirkus „Kostarika“ vererbt hatte.

Einen Tag später fuhr Manfred Schikowski zu seinem neuen Zirkus. Manfred freute sich: „Das gehört nun alles mir.“
„Hallo ich bin der Enkel von Ferdinand,“ stellte sich Manfred vor. Die Zirkusleute schauten verwundert und sagten: „Du kannst nicht unser Zirkusdirektor sein, ohne die Aufnahmeprüfung zu machen!“ Doch Manfred befahl: „Ihr müsst packen, weil wir morgen früh nach Stuttgart fahren. Da haben wir unsere nächste Vorstellung.“ Am nächsten Morgen fuhren sie nach Stuttgart.

 

Die Vorstellung sollte um 20:15 Uhr beginnen. Vor der Vorstellung rief Manfred: „macht euren Auftritt wie immer.“ Ein Akrobat flüsterte: „Das können wir nicht so machen.“ Manfred war ganz erstaunt, denn er hatte gedacht, dass sein Opa sie trainiert hatte. „Habt ihr denn nicht geübt?“ fragte Manfred. „Doch, aber wir wissen nicht mehr wie es geht“, antwortet der Clown. „Zeigt mir was ihr noch könnt ok,“ schlug Manfred vor. Die Artisten zeigten ihm 

alles und Manfred flüstert: „Das ist eine Katastrophe!“

Manfred sprach mit seinen Zirkusleuten: „Wir üben Morgen den ganzen Tag bis wir wissen, dass die Aufführung perfekt ist.“

Am nächsten Morgen übte er zuerst mit den Akrobaten. Sie trainierten auf dem Boden und am Trapez. Gemeinsam kamen sie zum Entschluss 8 Akrobaten auf den Boden und 7 Akrobaten am Trapez einzusetzen. Anschließend übte er mit den Clowns. Ein Clown hatte die Idee, draußen vor dem Eingang in einen Käfig zu stehen und auf dem Käfig „VORSICHT BISSIG“ zu schreiben. „Super Idee“, freuten sich die Anderen.

Der Gewichtheber fragte: „Was soll ich als Gewicht zum Hochheben benutzen?“ Manfred überlegte und antwortete: „Du könntest zwei Leute aus dem Publikum hochheben. „Oh ja!!“ schrie der Gewichtsheber.


Alle übten fleißig, außer die Feuerakrobaten. Manfred wollte wissen: „Warum übt ihr nicht?“ Sie antworteten: „Für uns ist das viel zu gefährlich mit Feuer.“ Manfred war geschockt. „Warum seid ihr Feuerakrobaten, wenn ihr Angst vor dem Feuer habt?“ wunderte sich Manfred. Ein Akrobat erklärte: „Dein Opa hat uns dazu gezwungen.“ „Nein, dass hätte mein Opa Ferdinand nie gemacht.“, meinte Manfred. „Doch!“ riefen alle Akrobaten, „Ok, ok, ich glaube euch.“ Manfred war traurig. „Dann überlegen wir uns für euch eine andere Nummer.“


Manfred seufzte laut: „Oh, nein, wir haben keine Feuerakrobaten mehr.“ Zufällig kamen zwei Frauen in den Zirkus. Die Frauen fragten, ob sie die Feuershow aufführen dürften. Alle schrien „Ja!“. Manfred war erleichtert.
„Willkommen im Zirkus Kostarika!“ begrüßte er die Beiden.“ Darf ich euch beim Training zuschauen?“ fragte Manfred. Die Frauen zeigte Manfred ihre wahnsinnige Feuershow und er war erstaunt wie gut sie es konnten.

 

Am nächsten Morgen fuhren sie nach Freiburg, dort sollte die nächste Vorstellung stattfinden. Bei Ihrer Ankunft waren alle nervös.
Als am Abend alle im Zelt waren, fragte Manfred: „Seid ihr alle bereit!“. Sie antwortenten mit einem lauten „Ja!“. Manfred ging in die Manege und begrüßte das Publikum. Alles klappte gut. Doch nach dem ersten Programmpunkt, kam der Affe irgendwie aus seinem Käfig heraus. An die Tiere hatten sie, vor lauter üben, nicht gedacht. Der Affe befreite alle Tiere, außer die gefährlichen Löwen. Die Tiere rannten wild in der Manege umher.
„Oh nein, fangt die Tiere ein!“ schrie Manfred. Die Zirkusleute versuchten die Tiere einzufangen, dies sah sehr lustig aus und das Publikum lachte. Die Vögel flogen über den Köpfen der Zuschauer. 

Die Lamas fraßen den Kindern ihr Popcorn weg. Die Seelöwen und Seehunde machten sich über die Fischstäbchen der Erwachsenen her. Manfred dachte: „Das ist schon wieder eine Katastrophe und noch schlimmer als das letzte Mal.“

 

Doch das Publikum blieb sitzen.
Als sie endlich alle Tiere eingefangen hatten, konnte die Vorstellung ganz normal weitergehen. Die Feuerakrobatinnen hatten das Publikum erstaunt. Der Clown brachte die Kinder zum Lachen.

Nachdem die Vorstellung fertig war, dachte jeder der Zirkusleute: „Die Zuschauer buhen uns wieder aus. Aber stattdessen riefen die Leute: „Zugabe, Zugabe!“ und klatschten.

Manfred verkündigte noch, dass die nächste Vorstellung im April 2021 stattfindet. Alle Zuschauer gingen mit fröhlichen Gesichtern aus dem Zirkus. Sie waren aber traurig, weil der Zirkus die Lustige Show erst im nächsten Jahr wieder aufführte.

Manfred sagt stolz: “Die Vorstellung ist uns gut gelungen.“ Plötzlich stand hinter Manfred ein Mann. Manfred war geschockt, weil das einer der weltbesten Zirkuskritiker war. „Wollt ihr bei einer Fernsehsendung für Zirkusse mitmachen?“ fragte er. Manfred antwortete erstaunt: „Ja!“

 

5 Tage später traten Manfred und seine Zirkusleute in der Fernsehschau „die weltbesten Zirkusattraktionen“ auf.


Die Jury hat eine Kurzform dieser Zirkusgeschichte bewertet, deren Länge den Bestimmungen des Wettbewerbs entspricht. 

10 Jahre, aus Seebach im Elsass
10 Jahre, aus Seebach im Elsass

Da der 10-jährige Nachwuchsautor bisher noch keinen schulischen Deutschunterricht erhält, sondern Deutsch und Elsässisch als bilinguales Kind im Elternhaus lernt, veröffentlichen wir zur Würdigung seiner besonderen Sprachbegabung die Langform seiner Zirkusgeschichte. 

 

 

Zirkusgeschichte

 

Kapitel 1 :

Heute Abend, wird der Zirkus Pepperroni aufgebaut. Die ganze Stadt wartet auf diesen Tag. Der Zirkus Pepperroni ist nämlich kein normaler Zirkus, oh nein, der Zirkus hat Clowns, Zauberer, Seiltänzer, Jongleure, Kunstreiter, Feuerspucker und sogar Kanonmenschen !

Es war sogar fast der gröβte Zirkus weltweit.

Der Zirkus wird schon morgen Abend öffnen!

 

Am nächsten Abend, war schon das ganze Zelt voll mit Leuten. Es roch nach Poppkorn und Zuckerwatte im ganzen Raum und der Applaus stürmte durch das Zelt. Das Publikum konnte nicht mehr länger warten !

Und schon, kam der Zirkusdirektor in die Manege herein : « Halli, hallo, liebe Zuschauern, liebe Damen und Herren ! Willkommen im Zirkus PEPPERRONI !!! »

 

 


Die Zuschauer klatschten in die Hände.

« Heute Abend, wird die erste Nummer, die Nummer der Seiltänzer sein. Sie werden sich von Seil zu Seil balanzieren, indem sie sich mit den Händen abfangen. Ich sage euch nicht mehr dazu. Bitte einen groβen Applaus für die Seiltänzer ! » Die Seiltänzer kamen in die Manege und machten sich bereit. Die erste Gruppe Seiltänzer stellten sich auf ihre Plätze. Der erste ging auf das Seil in 20 Meter Höhe und der zweite ebenso. Der erste machte einen Rückwärtssalto auf dem Seil ohne zu fallen ! Der zweite machte einen Vorwärtssalto ohne zu fallen !

Die zweite Gruppe Seiltänzer machte sich bereit.

Der erste sprang auf das Seil, hüpfte und fing sich wieder auf. Er machte dabei sogar einen Spagat auf dem Seil ! Danach ist der zweite dran. Er sprang dazu auf das Seil damit der erste ihn auffangen kann, aber dieser konnte ihn nicht richtig auffangen ! Der zweite Seiltänzerin fiel dabei um zwanzig Meter hinunter und landete auf dem Po im Sicherheitsnetz ! Das ganze Publikum lachte. Er hatte noch Glück, dass ihm nichts passiert ist !

Der Zirkusdirektor kam in die Manege und sagte : « Bitte eine groβen Applaus für die Seiltänzer ! »

Das Publikum klatsche kräftig in die Hände.

Darauf, der Zirkusdirektor :  « Und jetzt werden sie staunen mit der Zauberei von unserem Zauberer Abrakidibrus ! »

Das Publikum klatschte in die Hände.

  

Kapitel 2 :

Abrakidibrus kam in die Manege herein. Die Scheinwerfer drehten sich auf ihn.

« Hallo liebe Damen und Herren, heute werde ich diesen Hasen verschwinden lassen und dann ihn wieder auftauchen machen. »

Der Zauberer machte den Hasen in den Hut hinein und lieβ ihn verschwinden.

Aber danach kam der Hase nicht mehr zurück ! Abrakidibrus stellte sich Fragen.

« Wo ist der Hase hin ??? »

Er war wirklich verschwunden ! Der Zauberer machte sich Sorgen : « Das gibt es doch nicht, wie konnte das passieren ? »

Nach ein paar Minuten, hatte das Publikum die Nase voll und wollte das Geld zurück, aber der Zauberer hatte aus Versehen, den Hut auf eine geheime Öffnung am Boden gestellt, und in dem Hut, war ein Loch ! Der Hase war nur durch die Öffnung gefallen.  Abrakidibrus holte ihn wieder heraus und die Show konnte weitergehen.

Für die nächste Nummer brauchte er einen Assistenten. Eine Person aus dem Publikum meldete sich.

Der Assisten ging in einen riesen Karton und nur seine Füβe, Hände und sein Kopf standen heraus. Das Publikum war schon sehr gespannt und es war mucksmäusschen still. Abrakidibrus fing an. Er nahm ein Messer und steckte es in den Karton, aber was das Publikum nicht wusste, ist dass das Messer halbiert war, und das Publikum merkte es nicht.

Er steckte noch andere Messer hinein, bis er am zehnten Messer war.

Der Zirkusdirektor kam in diesem Moment in die Manege herein und sagte :

« Bitte einen groβen Applaus für den Zauberer Abrakidibrus ! »

Das Publikum klatschte.

Der Zauberer befreite wieder seinen Assistenten und schenkte ihm als Dankeschön eines der Messer als Erinnerung.

  

Kapitel 3 :

Darauf der Zirkusdirektor: « Jetzt werden die Clowns euch zum Lachen bringen ! 

Begrüβen sie die Clowns Brendy und Raptadudels mit einem fetten Applaus !»

Brendy und Raptadudels kamen in die Manege herein ! Die Scheinwerfen drehten sich auf die Clowns. Brendy fing an : « Hey, hallo Raptadudels ! Willst du dass ich dir einen Witz erzähle ?

-      Ja, gerne, Brendy ! »

Brendy fängt an :

« Ein Schwein schaut sich im Bauerhaus herum und kam an einer Steckdose vorbei : « Arme Sau », grunzt es, « haben sie dich eingemauert ? »

Das Publikum hatte Tränen in den Augen vor Lachen.

Dann war Raptadudels an der Reihe :

« Was ist klein, grün und dreieckig ? »

Brendy fand keine Antwort, darauf sagte Raptadudels : « Ein kleines grünes Dreieck ! Das war doch einfach, du Holzkopf ! »

Aber beim Witze erzählen bekam Raptadudels immer rote Ohren, deshalb lachte Brendy ihn aus!

Deswegen schnappte Raptadudels sich eine Torte und schmiss sie ins Gesicht von Brendy !

Jetzt rannten beide hintereinander her, um die Manege herum, und verschwanden hinter dem Vorhang !

Das Publikum lachte ganz laut !

  

Kapitel 4 :

Der Zirkusdirektor kam zurück in die Manege :

« Bitte einen riesen Applaus für die Clowns ! Und jetzt begrüβen wir die Kunstreiter ! »

Die Kunstreiter kamen mit ihren Pferden in die Manege. Sie stiegen auf die Pferde und fingen ihre Reitnummer an. Sie stellten sich auf die Pferde, die sich im Kreise drehten.

Danach blieben die Pferde still stehen und der erste Kunstreiter sprang in die Lüfte, machte einen Spagat und landete wieder auf dem Pferd.

Der zweite Reiter machte ein Salto auf seinem Pferd und der dritte sogar ein Rückwärtssalto. Jetzt stellten sich alle Kunstreiter mit Kopfstand auf ihre Pferde und die Pferde ritten wieder los.

Aber eins der Pferde, pupste in dem Moment so kräftig, dass das nächste Pferd blau, grün, orange und lila im Gesicht wurde und rannte aus der Manege heraus !

Das ganze Publikum kriegte sich nicht mehr vor lauter Lachen.

Die Kunstreiter verabschiedeten sich mit einer letzten Runde, und der Zirkusdirektor kam wieder herein.

« Bitte einen sehr groβen Applaus für unsere drei Kunstreiter und ihre Pferde ; Galoppi, Langsami und Pfurzi ! 

Und nun, liebe Damen und Herren, begrüβen sie den Feuerspucker ! »

 

Kapitel 5

In diesem Moment, gingen alle Scheinwerfer aus.

Der Feuerspucker nahm seinen Stab und pustete darauf. Der Stab fing Feuer und die Flammen waren gefärbt.

Das Publikum stellte die Augen groβ auf !

Der Feuerspucker fragte dann, ob jemand seinen Assistent sein möchte.

Eine Person meldete sich und kam in die Manege.

Der Feuerspucker verlangte dem Assistenten, dass er sich den Vorname einer wichtigen Person überlegt und merckt.

Der Assistent war bereit.

« Achtung es geht los ! »

Der Feuerspucker nahm den Stab, auf den er vorhin gepustet hatte, und noch ein Blatt dazu. Er pustete mit dem Stab auf das Blatt Papier. Das Blatt Papier fing Flammen.

Der Feuerspucker verlangte seinem Assistenten, dass er das Feuer ausbläst.

Als keine Flammen mehr waren, konnte man auf dem Papier, den Vorname « Peter » lesen.

Der Feuerspucker fragte den Assistenten, ob das der richtige Vorname ist, den er sich gemerckt hatte. Dieser antwortete mit Ja, und das Publikum traute seinen Ohren nicht mehr ! Er schenkte ihm das Blatt, mit dem eingebrannten Vorname darauf.

Da kam der Zirkusdirektor in die Manege, und sagte :

« Das war die erstaunliche Nummer von unserem Feuerspucker !

Und jetzt liebe Damen und Herren kommen die Clowns Brendy und Raptadudels wieder für sie zurück ! »

 

Kapitel 6

Und schon kamen die beiden in die Manege herein mit ihren Einrädern.

Sie jonglierten dabei mit zwei Bällen.

Der Zirkusdirektor warf jedem der Clowns noch einen dritten Ball dazu, und dann noch einer, und noch einer, bis es zehn Bälle waren !

Das Publikum war erstaunt und klatschte, die Nummer war aber noch nicht vorbei.

Einer von Raptadudels Bällen, rutschte ihm aus und landete auf dem Kopf von Brendy.

Dieser bekam eine Beule von zwei Zentimeter Höhe und ärgerte sich über Raptadudels.

Da folgte Brendy Raptadudels mit einem Stuhl. Sie kreisten zehn mal um die Manege und rannten dann durch den Vorhang hinaus.

Das Publikum lachte sehr laut !

Der Zirkusdirektor kam zurück in die Manege und sagte : « Bitte, einen tollen Applaus für die Clowns Brendy und Raptadudels ! Und jetzt liebe Damen und Herren… Dies wird leider unser letzter Artist sein, aber auf diesen Moment wartet sicher jeder ! Bitte einen riesen Applaus für den Kanonenmenschen Sebastian ! »

 

Kapitel 7

Sebastian, der Kanonenmensch, kam in die Manege herein mit der menschlichen Kanone.

Sebastian rief den Feuerspucker dazu und zog seinen Helm auf.

Der Feuerspucker kam herein und Sebastian kletterte in die Kanone.

Der Feuerspuker zündete die Kanone an, indem er darauf pustete, und nach ein paar Sekunden : « BÄMMM !! »

Sebastian flog aus der Kanone heraus wie ein Vogel und machte ein Loch ins Zirkuszelt !

Sebastian hatte so sehr Angst, dass er sich in die Hose machte und er bekam auch blaue Punkte auf dem Gesicht.

Das Publikum kriegte sich nicht mehr vor lauter Lachen !

Der Zirkusdirektor kam wieder rein mit Tränen in den Augen, vor Lachen.

« Bitte einen RIESEN APPLAUS für den mutigen Sebastian ! »

Sebastian kam wieder in die Manege herein und der Zirkusdirektor sagte : « Und jetzt möchte ich, dass alle Artisten in die Manege kommen. Also liebes Publikum, wir danken euch, dass ihr so schön mitgemacht habt !  Wir danken euch, dass ihr so mitgelacht habt ! Ihr ward ein super Publikum ! Ich möchte auch unseren Artisten danken :

Danke an unsere mutigen Seiltänzer !

Danke an unseren Zauberer Abrakidibrus !

Danke an unsere lustigen Clowns Brendy und Raptadudels !

Danke an unsere Kunstreiter !

Danke an unseren Feuerspucker !

Und auch Danke an unseren mutigen Kanonenmensch Sebastian ! Danke an alle !!! »

Die Zuschauer standen alle auf und klatschten ganz fest in die Hände !

                                       ENDE  


LYRIK

9 bis 10 Jahre

9 Jahre und 10 Jahre, aus Offenburg
9 Jahre und 10 Jahre, aus Offenburg


PROSA

11 bis 12 Jahre

11 Jahre, aus Oberkirch Stadelhofen
11 Jahre, aus Oberkirch Stadelhofen

DIE ABENTEUERLICHE SUCHE nach DEM NAMEN „ZIRKUS“

 

Die Geschichte spielt in einem kleinen Dorf, umgeben von Wald und Wiesen.

Die Leute kannten das Wort „Zirkus“  gar nicht mehr, denn es war verschwunden. Nur die Kinder vom Dorf kannten das Wort. Die Kinder im Dorf Baumstadt, nannten sich die Gruppe: Die Zirkus- Fans. Sie suchten schon die ganze Zeit nach den verschwundenen Buchstaben von Zirkus. Aber sie fanden diese nicht.

 

Eines Tages sagte die Mutter zu Rotkäppchen, dass es den Korb zu ihrer Großmutter bringen solle. Rotkäppchen gehörte zu der Gruppe: Die Zirkus- Fans. 

Das Mädchen ging und begegnete den anderen Kindern der Gruppe. Alle waren auf der Suche nach dem Wort: „Zirkus“.

 

Plötzlich entdeckte ein Junge von der Gruppe einen Zettel. 


Er las: „ Das Wort Zirkus ist nicht hier. Komm, und hol es dir! Gehe zu der Oma von Rotkäppchen. Du wirst dort ein  „Z“  finden. Dann laufe zum gestiefelten Kater. Dort findest du ein „I“. Danach gehst du zu den Bremer Stadtmusikanten. Dort findest du ein „R“. Des weiteren gehst du zu Frau Holle. Dort findest du ein „K“. Danach gehst du zu Rapunzel. Dort findest du den nächsten Buchstaben von Zirkus. Zum Schluss gehst du zu Hänsel und Gretel. Dort findest du den letzten Buchstaben: das „S.“ Bist du vor Sonnenuntergang nicht zu Haus, lösen sich die ganzen Buchstaben auf.“

 

 „Los, lasst uns gehen! Wir suchen die Buchstaben!“, rief der Junge aufgeregt.

Sie gingen zu der Oma von Rotkäppchen. Dort angekommen, klopften sie an ihre Haustür. Die Frau machte auf und Rotkäppchen gab ihr den Korb. Im Garten sah Rotkäppchen das große „Z“ für Zirkus. Es nahm es mit. Nun liefen sie eilig zum gestiefelten Kater. Dieser zog gerade seine Stiefel aus. Überrascht zog er das „I“ aus einem Stiefel. Die Kinder lachten und freuten sich, das sie das „I“ gefunden hatten und nahmen es mit. Neugierig eilten sie nun weiter zu den Bremer Stadtmusikanten. Aber das  große „R“ war nirgends zu finden. Sie suchten und suchten verzweifelt. Denn die Sonne war schon bald am untergehen. Eifrig suchten die Tiere mit.  „Kikeriki!“, krähte plötzlich der Hahn aufgeregt. Er hatte sich auf den Esel gesetzt, um besser sehen zu können. In der Ferne sah er etwas auf dem Apfelbaum blinken. Aufgeregt rannten die Kinder mit den Tieren zum Baum. Mutig kletterte ein Mädchen hoch auf den Baum und holte das  große „R“. Die Suche von den weiteren Buchstaben war noch sehr spannend und voller Überraschungen. Aber nacheinander fanden sie die noch fehlenden Buchstaben und jubelten vor Begeisterung und Freude. Hänsel und Gretel halfen ihnen vor dem Hexenhaus das Wort „Zirkus“ zusammenzulegen. Es war allerhöchste Zeit, denn es begann schon dämmrig zu werden.  „Geschafft!“, schrien sie und tanzten fröhlich um das Hexenhaus.

Im letzten Moment vor Sonnenuntergang kamen sie nach Hause. Aus dem Fenster sah man draußen ein helles Licht scheinen. Oben am Himmel blinkte groß das Wort Zirkus. Und alle erinnerten sich wieder an das Wort „Zirkus“.

So erwachte der Zirkus wieder, denn das Wort blinkte für alle Menschen sichtbar. Menschen und Tiere führten begeistert schöne Kunststücke auf und alle waren froh und glücklich. Das Wort Zirkus war nun für immer oben am Himmelszelt und niemand konnte es mehr wegzaubern.

Und wenn sie nicht gestorben sind, so tanzen sie noch heute… Vor Freude!

 

 

ENDE! 


11 Jahre, aus Oberkirch
11 Jahre, aus Oberkirch

 

Blütenzauber im Zirkus

 

Es war ein schöner Sonntagmorgen im Mai und die Zwillingsschwestern Elena und Nevika saßen mit ihren Eltern Mats und Leticia, die von allen nur Ticia genannt wurde, am Frühstückstisch. Weil Mats gerne Radio hörte, lief es. Nachdem neue Corona-Nachrichten preisgegeben wurden, gab der Radiosprecher eine Warnung durch: „Liebe Leute, alle die in Oppenau und Umkreis wohnen, aufgepasst: Gestern wurde in der Firma Doll Falschgeld in der Kasse gefunden. Es handelt sich höchstwahrscheinlich um eine Verbrecherbande. Falls

jemand ebenfalls Falschgeld findet, meldet sich bitte beim Polizeipräsidium Oppenau-Ibach.“ „Ist ja krass“, sagte Elena. Nevika stimmte ihr zu. „Kommt aber ja nicht auf die Idee euch in Gefahr zu bringen“, mahnte Ticia. „Auf keinen Fall, Mama“, riefen die beiden im Chor.


„Ach übrigens“, meldete sich nun auch Mats zu Wort. „Im Ramsbach feiert der Zirkus Carroti Premiere und ich habe Freikarten vom Geschäft bekommen, also wenn ihr Lust habt?“ Mats war Architekt und verdiente relativ gut und manchmal bekam er für Veranstaltungen Freikarten. „Jep, klar haben wir Lust nicht wahr, Elena?“ ,antwortete Nevika. Die nickte eifrig. „Gut, dann fahren wir gegen 11 zur Mittagsvorstellung.“

Elena und Nevika sprangen auf und liefen ins Bad. „Tisch abräumen nicht vergessen“, rief Ticia ihnen hinterher. Doch das hörten die zwei schon nicht mehr.

Nachdem die Zwillinge Zähne geputzt hatten, liefen sie in ihr gemeinsames Zimmer und beschlossen jeweils einen dunkelblauen Pulli mit V-Ausschnitt anzuziehen. Gerade als sie fertig waren rief Mats: „Elena, Nevika kommt ihr? Wir gehen jetzt los.“ Die beiden rannten zum Auto und ließen sich auf die Rücksitze fallen. Mats startete den Motor und fuhr Richtung Ramsbach.

Als die Familie ankam, kippten ihnen vor Staunen die Kinnladen runter. Das war kein kleiner Zirkus wie alle gedacht hätten, oh nein, dies war ein riesiger Zirkus mit einem nachtblauen Zirkuszelt.

Familie Weiland, so hießen die vier mit Nachnamen, kaufte sich ein Familienticket und einen Becher Popcorn. „Muss jemand von euch nochmal aufs Klo?“, fragte Ticia. Mats, Nevika und Elena schüttelten die Köpfe. „Dann gehen wir rein.“

Als die vier sich gesetzt hatten, begann die Vorstellung auch schon. Von Clowns bis hin zu Akrobaten gab es alles.

Irgendwann in der Mitte der Vorstellung flüsterte Nevika Elena zu: „Musst du auch so dringend aufs Klo?“ Elena nickte. Sie gaben schnell ihren Eltern Bescheid und verließen dann die Tribühne. „Du, Nevika, wo müssen wir denn rum?“

„Keine Ahnung! Aber guck mal die Tür sieht doch gut aus!“

Gesagt, getan die Schwestern huschten durch die Tür und merkten das dies ganz sicher nicht der Ausgang war, denn sie waren in irgendeinem Vorraum der Darsteller.

Gerade als sie sich umdrehen und gehen wollten, hörten sie eine wütende Stimme aus dem Hauptraum: „Was soll denn das heißen? Ihr konntet die Blüten nicht austeilen!“

„Die Falschgelddrucker“, flüsterte Elena. Sie nahm ihr Handy aus der Hosentasche und drückte auf Aufnahme.

„Morgen Nacht ziehen wir das Ding durch!“, tönte es aus dem Hauptraum. „Ihr kommt um Mitternacht an den Tigerkäfig, dort gebe ich euch die Blüten.“

„Aber wo versteckst du die Druckmaschine?“, fragte eine weibliche Stimme.

„In einem Hohlraum unter dem Käfig.“ Die Falschgelddrucker waren sich anscheinend 100% sicher das man sie nicht belauscht.

Nevika sah Elena mit einem Bick an der sagen sollte: „Das reicht jetzt, wir rufen die Polizei.“ Elena nickte und schaltete die Aufnahme aus, um die Polizei zu benachrichtigen. Glücklicherweise war ein netter Polizist dran, der versprach sofort einen Streifenwagen zu schicken und kein alter Knacker der sagte:„ Immer der Reihe nach!“

Nevika und Elena gingen nach draußen und die Polizei war schon da. Elena berichtete kurz was geschehen war und die Beamten gingen ins Zelt und kurz darauf kamen sie mit den Verbrechern zurück, zwei Männer und eine Frau, und brachten sie ins Auto.

„Das habt ihr gut gemacht, Mädchen! Die Drucker haben alles gestanden, dank eurer Sprachaufnahme! Der Kopf der Bande war Liam O`Brien, der Tigerdompteur.“

„Selbstverständlich bekommt der Zirkus Carroti Ersatz und ihr eine Belohnung, also sucht euch was aus“, ergänzte eine Beamtin.

Nevika und Elena sahen sich an: „Bitte verraten Sie unseren Eltern nichts.“ Lachend nickten die Polizisten.

Elena und Nevika verabschiedeten sich und liefen zurück ins Zirkuszelt.

Das sie eigentlich auf`s Klo mussten, hatten sie ganz vergessen. Sie hockten sich hin, schauten die Vorstellung an und knabberten währenddessen Popcorn und so hatten sie noch einen schönen Mittag im Zirkus.


12 Jahre, aus Bohlsbach
12 Jahre, aus Bohlsbach

Zirkus Menara

 

 

 

Zirkus Menara

Endlich ist es wieder soweit! Der Zirkus Menara ist wieder in der Stadt. Die erste Vorstellung findet am 13.4.2020 um 16:00 Uhr statt. Zu sehen gibt es:

·      Löwe Maximilian

·      Elefantin Mirana

·      Akrobaten

·      Seiltänzer

·      Clown Sebastian

·      Und viele mehr

 

Eintritt Kinder: 4.50 EUR

Eintritt Erwachsene: 9 EUR

·           

 


„Das ist ja super!“ Sina stand mit ihrem besten Freund Lenny vor einer Litfaßsäule und betrachteten das Plakat. Eigentlich waren beide auf dem Weg ins Kino. Sie wollten den neuen Krimi anschauen. Die beiden waren Detektiv-Fans und auch sie selbst hatten schon ein paar Fälle gelöst. „Hey Sina, was sagst du dazu, wenn wir statt ins Kino in den Zirkus gehen?“, fragte Lenny. „Die Karten haben wir ja noch nicht gekauft“. Auch Sina war einverstanden, Geld hatten sie ja dabei. Sie riefen noch schnell ihre Eltern an und dann liefen sie in Richtung Mathilda-Ackermann-Straße, in der der Zirkus sein Zelt aufgebaut hatte.

Dort angekommen, bezahlten sie das Eintrittsgeld und suchten sich einen Platz auf der Tribüne. Als es endlich 16:00 Uhr war, kam Zirkusdirektor Menara herein und begrüßte seine Gäste. Direktor Menara hatte eine schwarze Anzugshose, ein blaues Hemd und darauf eine schwarze Anzugsjacke. Auf seinem eiförmigen Kopf trug er einen Zylinder. Zuerst kam Michelangelo mit seiner Elefantendame Mirana herein. Sie zeigten ein paar Kunststücke und verschwanden dann wieder hinter dem Vorhang. Danach sollte eigentlich wieder der Direktor auftauchen und die nächste Nummer ankündigen. Doch er blieb verschollen. „Einen Augenblick Geduld bitte, der Direktor wird gleich wiederkommen. Er musste seine Blase entleeren“, ertönte es aus einem Lautsprecher. Die Leute fingen an zu kichern. „Da stimmt doch was nicht“, meinte Sina und auch Lenny kam das Verschwinden des Direktors komisch vor. Als er nach 20 Minuten immer noch nicht aufgetaucht war, hörte man einen Schrei. Sina und Lenny schlichen aus dem Zelt. Von drinnen hörte man den Lautsprecher: „Wir bitten um Entschuldigung, die Vorstellung wird abgebrochen. Wir bitten Sie, das Zelt geordnet zu verlassen“. „Wir müssen ermitteln“, flüsterte Sina. „Am besten wir suchen erst den gesamten Platz ab. Vielleicht finden wir ja ein paar Spuren“.

Aus der Ferne konnte man Polizeisirenen hören. Das bestätigte die Vermutung der Beiden: Da muss was passiert sein. Als erstes liefen die Beiden zu den Tiergehegen. Sie sahen das Elefantengehege, das Löwengehege und das Robbengehege. Auch an den einzelnen Wagon der Zirkusleute kamen sie vorbei. Keine Spuren. Sie liefen das Ganze noch einmal ab und diesmal sahen sie die Polizei im Löwengehege. „Da ist ja auch Kommissar Rheimholz“, der Kommissar war ein Freund der Beiden und er hatte sie schon oft beim Lösen ihrer Falle unterstützt. Sie hörten, dass die Polizei davon ausging, dass der Direktor von einem der Raubtiere umgebracht worden sei. „Er wurde umgebracht!“, Sina versuchte zu flüstern, was ihr nicht gelang. „Pst“, machte Lenny deshalb. Sie warteten bis die Polizei den Platz räumte, dann schlichen beide auf das Löwengehege zu.

 „Jetzt müssen wir nach Spuren suchen“. Sina nahm schon ihre Lupe, die sie immer dabei hatte, aus der Jackentasche. „Wenn die Polizei nicht schon alle Spuren gesichert hat“, warf Lenny ein. „Ach Quatsch, sie gehen davon aus, dass es ein Löwe war, als der Direktor in das Gehege ging, um sie zu füttern“, Sina suchte mit ihrer Lupe den Boden genau ab. Plötzlich schrie Sina auf: „Ich hab was“. Schnell rannte Lenny zu ihr. Als er bei ihr angekommen war, war er enttäuscht: „Was sollen wir denn mit einem orangenen Fussel anfangen?“ „Vergiss nicht, jeder Hinweis kann wichtig sein“, Sina war beleidigt. Jetzt hatte sie etwas gefunden und das war unwichtig? Plötzlich hörten sie Stimmen. „Nichts wie weg“, befahl Sina.

Gerade noch rechtzeitig suchten sie hinter einem Wagon Deckung. Es waren der Artist Romero und Michelangelo. Romero hatte ein rotes Artistenkostüm an und Michelangelo hatte auch noch seine beige Hose und sein weißes Hemd von der Vorstellung an. Sie gingen in den Wagon, hinter dem sich Lenny und Sina versteckt hielten. „Jammerschade, dass unserer liiiiieber  Direktor tot ist. Dabei hat er sich doch immer so gut um die Tiere gekümmert“, einer der Männer lachte gefährlich. Der andere stimmte mit ein. „Dann können ja endlich wir den Zirkus übernehmen. Zirkus Mikaro“, er klang verträumt. „Gut, dass die Polizei denkt, dass er von den Löwen umgebracht wurde“, wieder lachten die beiden Männer. „Wir sollten die Spuren vernichten“. Sina und Lenny hatten genug gehört. Sie schlichen hinter dem Wagon hervor und verließen das Gelände. Sie wollten morgen bei einer weiteren Vorstellung, die dann eben ohne Direktor ablaufen sollte, noch mal alle Mitarbeiter des Zirkus unter die Lupe nehmen. Sie verabschiedeten sich und verabredeten sich für den nächsten Tag um 16:00 Uhr.

Als die Freunde sich am nächsten Tag vor dem Zirkus trafen, war die Hölle los. Zum zweiten Mal in einer Woche bezahlten sie das Eintrittsgeld und stürmten in das Zelt, um noch gute Plätze zu bekommen. Sie machten aus, dass sie während der Vorstellung ganz genau auf die Mitarbeiter achten wollten. Obwohl sie nach dem Gespräch von Michelangelo und Romero sicher waren, dass die beiden den Mord verübt hatten. Als die Vorstellung begann, trauten Lenny und Sina ihre Augen kaum. Romero kam mit Rotem Anzug und weißem Hemd als neuer Direktor in das Zelt und begrüßte die Zuschauer!!! Auf seinem zu runden Kopf trug er einen roten Zylinder.

 Zuerst kamen Michelangelo und seine Elefantendame. Sie machten wieder dasselbe wie am Vortag. Jetzt kam der Clown Sebastian. Er trug eine rote Latzhose, darunter ein gelbes Hemd. Auf seiner orangenen Perücke trug er einen kleinen gelben Hut. Zuerst holte er eine wildfremde Frau und einen wildfremden Mann, die sich überhaupt nicht kannten, aus dem Publikum. Der Clown gab den beiden zu verstehen, dass er von ihnen ein Foto machen wolle. Er stellte einen alten Fotoapparat vor ihnen auf und wollte ein Foto machen. Doch das klappte wohl nicht so wie er sich das vorgestellt hatte. Der Mann, der die Frau auf den Armen tragen sollte, meinte, dass der Clown sich mal beeilen solle, da ihm die Arme schwer wurden. Das Publikum lachte. Er probierte es noch einmal, doch der Fotoapparat funktionierte immer noch nicht. Nun stellte er sich selbst vor den Fotoapparat. Jetzt funktionierte er und er fotografierte den Clown. Geblendet von dem Blitzlicht blinzelte er mit den Augen, das sah so komisch aus, dass das Publikum anfing zu lachen.

Während dieser guten Stimmung durchzuckte Sina ein Verdacht. Sie gab Lenny zu verstehen, dass sie sofort nach draußen mussten und sie schlichen aus dem Zelt. „Es war der Clown“, keuchte Sina als sie draußen angekommen waren. Lenny verstand gar nichts: „Hä, was meinst du?“ „Na der Clown hat den Direktor umgebracht“. „Bist du sicher?“, fragte Lenny. „Ja, der Fussel stammt von seiner Perücke“, meinte sie. Um noch einmal sicher zu sein, schlichen sie in den Wagon des Clowns. Zum Glück der Beiden war dieser nicht verschlossen. Drinnen mussten sie lange suchen. Aber dann: „Ich hab hier was“, rief Lenny und zog einen Kerzenständer unter dem Bett hervor. Schnell fotografierte Lenny den Fund und dann machten sie, dass sie weg kamen.

Zusammen liefen sie schnurstracks zu Kommissar Rheimholz und erzählten ihrem Freund die ganze Geschichte. „Soso“, meinte er. „Na, dann wollen wir doch diesem Clown mal auf den Zahn fühlen. Ihr geht besser nach Hause, ich rufe euch dann an, wenn die ganze Sache geklärt ist“. Aufgeregt liefen sie nach Hause.  Als das Telefon nach zwei Stunden endlich klingelte, nahm Sina aufgeregt ab.

„Hier Sina Braun.“ „Hallo Sina, ich bin´s euer Lieblingskommissar. Der Clown Sebastian sitzt hinter Gittern“. „Warum hat er den Direktor umgebracht? Und wo hat er die Leiche hin?“, fragte Sina. „Der Clown meinte, dass er zu wenig Gehalt bekäme. Und dass er sich auch schon bei Herrn Menara beschwert hätte, der aber nichts geändert hätte“. „Aber dann muss man doch nicht gleich jemanden umbringen“, warf Sina ein. „Sebastian habe wohl öfters mit dem Direktor gesprochen, dass er mehr Geld brauche. Sonst könnte er mit seinen Familie nicht überleben. Und jetzt zu deiner zweiten Frage: Nach dem Mord soll es ihm leidgetan haben und er soll die Leiche im Wald eingegraben und ein Kreuz darauf gestellt haben“. „Ein Mörder der zur Vernunft kommt. Tss“, Sina staunte. Sie legte auf, dann rief sie Lenny an um ihn aufzuklären. Danach ließ sie sich erschöpft ins Bett fallen und dachte an ihren gelösten Fall. Dann schlief sie ein. 


12 Jahre, aus Seebach im Elsass
12 Jahre, aus Seebach im Elsass

« Rote Ohren im Zirkus Purzelbaum »

 

Liebe Leser und Leserinen,

setzt euch gemütlich hin und vergesst für ein paar Minuten all euren Stress !

 

Es war einmal im Zirkus Purzelbaum ein Direktor, um genauer zu sein, der Zirkusdirektor Purzelbaum.

Wie vor jedem Auftritt, bekam der Direktor rote Ohren und eine rote Nase vor lauter Stress ! Und wie immer, lachten die Clowns Willy und Struwel ihn aus.

Die Trompeten tönten schon in der Manege und Herr Purzelbaum stellte sich vor.

« Seid ihr bereit ? Es geht los ! »

Aber was wäre eine Geschichte ohne Zwischenfälle !

Der Dompteur war an der Reihe.

Der Zirkusdirektor rief ihn hervor, aber niemand kam hinter dem Vorhang heraus !!!

Der Mann bekam Schweissperlen, seine Ohren wurden schon wieder rot, und seine Nase auch. Er bat Sissi, seinen Affen, den Dompteur zu suchen aber niemand kam zurück, weder der Dompteur, noch der Affe !

 


Dann sollte der Magier Abracabrum dran kommen, aber auch da, schon wieder, kam keiner hinter dem Vorhang heraus !

Rote Ohren, rote Nase und schon wieder Schweiβperlen die dem Direktor herunterkullerten !

 

« Verflixt noch mal ! Warum kommt denn heute keiner ! Was ist denn los ??? » Herr Purzelbaum versuchte es noch weiter und rief die zwei Clowns auf…

« Liebe Damen und Herren, einen groβen Applaus bitte für die Clownsbrüder Willy und Struwel … !!! »

Ratet mal was passierte ???

Nichts !!! Schon wieder nichts !!!

Jetzt waren nicht nur die Ohren und die Nase rot, aber sein ganzes Gesicht, vor lauter Stress !!! Er bat die Zuschauer kurz zu warten und ging selber hinter den Vorhang, aber da war niemand, weit und breit, zu sehen !

Da hörte er den Löwen draussen brüllen !

Der arme Direktor stellte sich schon vor, dass der Löwe alle Artisten gefressen hätte…

Er ging zum Löwenkäfig und plötzlich hatte man ihm die Augen zugebunden, mit einem Tuch…

Ratet mal was passierte ???

Ja ! Richtig ! Rote Ohren, rote Nase, der ganze Kopf war rot !!!

Da wurde er von beiden Seiten von zwei Personen festgehalten und sie nahmen ihn mit…

« Das darf doch nicht wahr sein !! Werde ich gekidnapped ? »

Dann hörte er Leute die jubeln, viele Leute !

Da nahm man ihm das Tuch ab, und er befand sich in der Manege, mit dem Publikum und all seinen Artisten um ihn herum !

Sie fingen an, ihm « Zum Geburtstag viel Glück » zu singen.

Die Clowns machten alle lachen, die Trapezgeschwister Volotheo und Volithea führten ihre schönsten Trapeznummern auf, der Dompteur brachte ein Otter zum Jonglieren und der Magier lieβ einen XXXL Geburtstagskuchen erscheinen !

Es tönte Musik im Zirkuszelt und das Publikum klatsche im Takt in die Hände.

Und der Direktor ???

Nein ! Diesmal hatte er keine rote Ohren, keine rote Nase !

Er war so froh ! Er hatte total vergessen, dass heute sein Geburtstag war.

Den ganzen Abend, feierten sie zusammen, mit dem Publikum, und es gab ein groβes Festmahl !!!!!!!

 

 

Und jetzt liebe Leser und Leserinen, habt ihr gelernt, dass aus einem Pechtag vielleicht was Gutes werden kann ! 


PROSA

13 bis 14 Jahre

14 Jahre, aus Ortenberg
14 Jahre, aus Ortenberg

Ich und die Spinne Valentin 

 

 

 Als ich noch ein kleines Kind war und ich dachte, es würde nie etwas schlimmeres geben als eine Spinne, die in meinem Zimmer herum hängt, heiratete meine Mutter einen Zirkusdirektor und seit dem wohnen wir in einem alten versifften Zirkus, der kaum Umsatz macht und ziehen Tag für Tag weiter und als ob das nicht schon genug war starb auch noch meine Mutter vor drei Jahren und ich lebe seit dem bei diesem Direktor von Vater, der einen totalen Vollschaden hat, seit sie gestorben ist. So ist also mein Leben. Ich, 17 Jahre, rothaarig und völlig ohne Talente. Das sagt auf jeden Fall immer mein Stiefvater. In einem Zirkus zu leben ist für mich noch nie ein Spaß gewesen, doch keine Freunde und keine Heimat zu haben ist das absolut Schlimmste, was man sich als siebzehnjähriges Mädchen vorstellen kann.


Heute machen wir endlich mal wieder einen Tag ohne Aufführung, Proben oder Schule. Das kommt für ein Zirkusmädchen nicht häufig vor, höchstens einmal die Woche! Für mich das Highlight in jeder Woche. Denn dann kann ich endlich mal raus aus dem Zirkus und eine andere Seite der Welt sehen. Ich laufe also los, geradeaus, da ich nicht weiß wo ich hin soll. Ich laufe jedes Mal immer nur der Nase nach und habe dennoch noch nie etwas Besonderes gesehen oder jemanden  kennengelernt. Jedes Mal wenn ich jemanden in meinem Alter sehe wünsche ich mir ebenfalls Freunde zu haben und wo anders als in einem wandernden  Zirkus zu leben. Ich komme diesmal jedoch in keine Stadt oder in ein Dorf wie es sonst üblich war, sondern in nichts anderes als in  

einen Wald. Hier ist es dunkel und ein wenig gruselig. Doch ich habe keine Angst, denn ich weiß, dass es mir nichts bringt Angst zu haben oder traurig zu sein, denn es würde sich dennoch nichts ändern. Ich komme an eine Weggabelung mit sieben Wegen. Ich gehe einen davon entlang, bis ich wieder an eine Weggabelung mit acht Weggabelungen komme.  Wieder gehe ich eine davon entlang und so geht das, bis ich schließlich bei einer großen Höhle ankomme, die jedoch nicht dunkel ist wie der Rest des Waldes, sondern hell erleuchtet scheint und mich geradezu anlockt. Ich laufe in sie hinein und als ich sehe was sich in ihr befindet falle ich in Ohnmacht…. Ich weiß nicht wie viel Zeit vergangen ist in der ich geschlafen habe, doch als ich wieder erwache beugt sich eine gigantische Spinne über mich. Sie hat eine Brille auf und in einer ihrer Beine eine Taschenlampe. „Träume ich, oder bin ich tot?“ Dann beginnt die Spinne auch noch zu sprechen: „Wie viele Finger zeige ich dir?“ fragt mich die Spinne. Doch ironischerweise hat die Spinne keine Finger, sondern eine Art von Fühlern, die an ihren Beinen angewachsen sind.

Ich bleibe drei Tage bei dieser Spinne, denn ich kann und kann mich nicht erholen, denn sobald ich aus der Höhle laufen will, falle ich immer wieder in Ohnmacht. Also freunde ich mich mit der Spinne jeden Tag ein wenig mehr an und erzähle, ohne überhaupt zu bemerken, dass ich eine Spinne beplaudere, meine ganze Lebensgeschichte und davon wie sehr ich den Zirkus hasse und wie sehr ich meinen Stiefvater hasse. Wie sehr ich mich auch bemühte es ihm recht zu machen, doch ich konnte eben nichts anderes, außer Handstände und Purzelbäume. „Ich habe eine Idee. Lass mich mit dir in den Zirkus kommen und da machst du auf meinem Rücken die Kunststücke, die du sonst auf dem Seil oder auf dem Boden machst und ich wette, wenn ich dann noch gleichzeitig jongliere wird das Publikum Augen machen und du kannst deinen Stiefvater von deinem Talent überzeugen.“ sagte die Spinne. So kommt es, dass ich zusammen mit der riesigen Spinne die freudig schmunzelt und von Baum zu Baum springt, die sich so biegen, dass bei jedem Sprung der Baum abzubrechen droht, zurück zum Zirkus komme.

Der Auftritt steht kurz bevor und ich weiß wir haben nur diese eine Chance und müssen jetzt zeigen was wir können und würde es schief gehen, würde ich einen riesen Ärger bekommen. Doch den Versuch ist es wert. Wie immer ist es laut. Jedoch nicht alle Plätze des Zirkusses sind besetzt. Ein buntes Licht flitzt schnell hin und her. Vom Publikum zur Bühne und wieder zurück. Ich bin aufgeregt und es fühlt sich so an, als würde mein Herz in die Hose rutschen. Doch als die eigentliche letzte Show vorbei ist, laufe ich und Valentin, so heißt die Spinne, auf die Bühne und wir beginnen mit unserer Show. Ich mache meine Handstände so perfekt wie noch nie zuvor und bin auf einmal so selbstbewusst, wie ich das letztes Mal als kleines Kind war. Ich wirke glücklich und souverän und mache keinen einzigen Fehler. Als alles vorbei ist applaudiert und freut sich das Publikum wie noch nie. Auch ich bin so glücklich, wie schon lange nicht mehr. Als meine Aufführung vorbei ist und Vater auf mich zu kommt ist er begeistert und klatscht immer noch. „ Du wirst unsere nächste große Attraktion. Ich hätte nie zu glauben gewagt, dass du jemals ganz alleine so eine tolle Show von statten bringst. Aber da habe ich mich wohl geirrt! Ich bin stolz auf dich.“ Ich wundere mich, dass er kein einziges Mal die Spinne erwähnt. „Aber das meiste hat ja eigentlich die Spinne gemacht“, sagte ich. Doch als ich neben mich schaue ist sie verschwunden und ich realisiere, dass sie gar nicht real war, oder sie nur für mich sichtbar war. „ Welche Spinne?“ „ Egal, vergiss es. Nicht so wichtig!“

 

Seit diesem Tag weiß ich, ich bin für etwas zu gebrauchen. Ich wurde viel selbstbewusster und ich bin mir sicher die Spinne wacht über mich und hat an schlechten Tagen ein Auge auf mich. Das ist für mich ein Beweis, dass aus Angst Mut werden kann und aus Hass Glück.


14 Jahre, aus Offenburg
14 Jahre, aus Offenburg

Zirkus Leben

für mich und für immer

 

Wie vor jeder Zirkus-Aufführung klammere ich mich an die Hand meiner Mutter und atme den Duft von Popcorn und gespannter Erwartung ein. Sobald alle Zuschauer auf ihren Plätzen sitzen, geht das Licht aus und Jo, der Zirkusdirektor, geht mit großen Schritten durch den Vorhang in die Manege. Ich schaue mit großen Augen hoch zu meiner Mutter, ihr Gesicht glitzert im schummrigen Licht und ihre Augen glänzen vor Aufregung. Als sie meinen Blick bemerkt drückt sie meine kleine Hand und lächelt mich aufmunternd an.
Jos Stimme hallt laut durch das ganze Zelt und die Zuschauer lachen dröhnend. Endlich kündigt er die erste Nummer an. Es ist wie immer Zoe, zusammen mit ihrem Freund Tom und ihren Pferden. Ihre Show ist berauschend und wunderschön.

Als sich der Vorhang hinter ihnen 


schließt, werde ich nervöser als ich sowieso schon bin, denn ich weiß, dass es nicht mehr lange dauert, bis ich zusammen mit Mama und unserer Truppe dran bin. Ich liebe diese Nervosität, doch es ist auch jedes Mal von Neuem beängstigend. Ich turne schon seit ich auf der Welt bin mit unserer Truppe am Trapez und immer, wenn ich so hoch oben über dem Boden schwebe, ist es wie ein Rausch und ich vergesse alles um mich herum.

Schon ist die Zeit der ersten Nummer vorbei und Jo geht wieder in die Manege, um unsere Nummer anzukündigen. Kaum ist er wieder hinter dem Vorhang, geht das Licht aus und ich betrete zusammen mit den anderen die Manege. Die Trapez-Stangen werden heruntergelassen und meine kleinen Hände schließen sich um die so vertrauten Seile. Schon werden die Stangen wieder hochgezogen und ich schwebe über dem Boden. Da beginnt leise die Musik und die Scheinwerfer flammen auf. Mein Verstand schaltet aus und mein Körper übernimmt die Kontrolle. Ich bewege mich im Rhythmus der Musik und klettere wie Tamars Zirkus-Affen zwischen den Seilen herum. Ich schwinge mich von einem Trapez zum nächsten und vollführe die verschiedensten Bewegungen. Die Musik wird immer wilder und ich bewege mich immer schneller und wirble wie ein kleiner Wirbelsturm durch die Luft. Ich blende alles aus bis auf meine Bewegungen. Alles ist unwichtig, es zählt nur das Hier und jetzt.

Plötzlich werde ich wieder in die Gegenwart geschleudert. Der Schrei hallt in in mir wider und ich sehe, wie in Zeitlupe, die fallende Person. Ihre Haare umwirbeln sie wie eine Wolke und ihr ganzer Körper glitzert im Licht der Scheinwerfer. Ich erstarre und kann mich nicht bewegen. Ich kann nur zusehen, wie sie sich immer weiter von mir entfernt. Sie streckt denn Arm nach mir aus und formt mit ihren Lippen die Worte "Ich liebe dich!"
Ich befreie mich aus meiner Starre und strecke den Arm nach ihr aus. Dann schwinge ich mich immer weiter nach unten. Ich komme ihr näher doch sie fällt immer weiter und ich kann sie einfach nicht erreichen. Ich bin am untersten Trapez angelangt, doch ich kann nur noch mitansehen, wie sie auf dem Boden der Manege aufkommt und reglos liegen bleibt.

Ich schreie und ich kann nicht mehr aufhören. Tränen laufen mir über die Wangen und Schluchzen bricht aus mir heraus. Mein Herz zerspringt in Millionen Splitter. Jo und alle anderen rennen zu ihr und die Trapeze werden nach unten gelassen. Ich will zu ihr rennen, doch Sam der Löwen-Dompteur hält mich zurück und nimmt mich in den Arm. Ich wehre mich und winde mich in seinen Armen. Ich trete um mich und schließlich lässt er mich los.

Ich renne auf meine Mutter zu und dränge mich durch die Menge. Sie ist von Sanitätern umringt und ich schaue sie erwartungsvoll an, doch die meisten schütteln nur die Köpfe und schauen mich mitleidig an. Die anderen Sanitäter untersuchen sie, doch auch die hören nach ein paar Minuten auf und schauen mir traurig ins Gesicht.

Früher ist sie auch schon manchmal vom Trapez gefallen, doch sie ist immer gleich wieder aufgestanden. Ich knie mich neben sie und schüttle sie an den Schultern. "Du musst aufstehen! Du darfst nicht liegen bleiben." Ich schüttle sie und schreie sie an, doch sie reagiert nicht. Meine Sicht verschwimmt, als immer mehr Tränen aus meinen Augen strömen. Ich kann einfach nicht mehr und kauere mich auf dem Boden zusammen. Mein Kopf liegt auf ihrem Oberkörper, doch wo sonst ihr Herz schlägt, ist jetzt nichts mehr, nur gähnende Leere.

Zwei starke Arme heben mich hoch und tragen mich hinter den Vorhang. Ich erkenne Jo und schmiege mich weinend an ihn. Beruhigend streicht er über meine Haare und flüstert mir leise Wort zu. Er bringt mich in seinen Wohnwagen und legt mich vorsichtig in seinem Bett ab. Dann setzt er sich zu mir und beginnt mir eine Geschichte zu erzählen, nach einer Weile schließen sich meine Augen und ich schlafe ein.

 

Das alles ist jetzt sieben Jahre her und heute feiere ich meinen siebzehnten Geburtstag. Zoe und Tom, die kurz nach dem Tod meiner Mutter heirateten und mich adoptierten, haben mir einen Kuchen gebacken, der schrecklich schmeckt, aber ihnen zuliebe habe ich zwei ganze Stücke davon gegessen.

In wenigen Minuten fängt die heutige Aufführung an und ich werde wieder auftreten, doch ich turne nicht mehr auf dem Trapez, heute bin ich Teil der Pferde-Show zusammen mit meinen neuen Eltern.

Ich lächle und gehe mit leichtem Schritt zu Zoe und Tom und zusammen warten wir darauf, dass Jo unsere Nummer ankündigt. Als er zu uns hinter den Vorhang kommt, lächelt er mich an und dann lege ich los. Das letzte was ich wahrnehme, bevor ich mich auf den Pferderücken schwinge und alles vergesse, ist der Geruch nach Popcorn und gespannter Erwartung. Dann geht das Licht an und wir beginnen die Nummer.

Ich sehe sie in meinen Kopf, wie sie im Publikum sitzt und mir zujubelt und da weiß ich, dass meine Mutter für immer in mir und dem Zirkus um mich herum weiterlebt.

 


14 Jahre, aus Schutterwald
14 Jahre, aus Schutterwald

Berufsrisiko    

 

Kaum dass sich der Vorhang öffnete, wurde er von ohrenbetäubendem Lärm empfangen, der ihn niederzudrücken schien wie ein Gewicht, das auf ihm lastete. Das Geschrei des Publikums, das Klatschen hunderter Hände, vermischt mit Trommelschlägen und Trompetentönen. Es war stickig und heiß durch das Licht der Scheinwerfer und die Wärme zahlreicher Körper. Da half ihm auch die Luft nicht, die er sich mit seinen großen Ohren versuchte zuzufächeln. Die Manege war klein, es hätten gerade einmal sieben seiner Art hineingepasst. Aber an enge Dinge war er gewöhnt durch das viel zu kleine Gehege, in dem er seine Vormittage und Nächte verbrachte. Er fühlte sich schwach. Zu schwach, das zu tun, was er jeden Tag wieder und wieder tun musste: Knapp bekleidete Frauen auf seinem Rüssel herumtragen, sich um sich selbst drehen und mit den Vorderbeinen 


auf ein Podest stehen. Und ja nicht stehenbleiben. Er könnte zwar versuchen, sich zu wehren, aber die Anzahl an Erfahrungen, die er mit einer Peitsche gemacht hatte, reichte ihm. Er begann, hinter seinen Geschwistern im Kreis zu laufen. Die Menschen, die das Zirkuszelt fast bis unter die leblose Decke füllten, klatschten begeistert.

Er führte brav seine antrainierte Abfolge von Bewegungen aus und spürte, wie seine Beine immer mehr drohten nachzugeben. Aber er durfte keine Schwäche zeigen.

Er schloss die Augen und stellte sich vor, wie es wäre, auf einer weiten Landschaft mit vielen seiner Artgenossen dahinzuwandern und sich in großen Seen abzukühlen. Obwohl er hier im Zirkus – an diesem engen, lauten und anstrengenden Ort- aufgewachsen war, spürte er, dass er hier nicht hingehörte. Kurz musste er stehenbleiben. Sofort stieß jemand gegen sein Hinterteil. Er musste weitergehen.

Der am Anfang noch gut definierte Lärm war nur noch ein durchdringendes Tosen in seinen Ohren und durch das bunte, umherblitzende Licht wurde ihm ganz schummrig. All der Druck, der tagtäglich auf ihm lastete, zwang ihn nieder und seine Vorderbeine knickten ein. Dann auch seine Hinterbeine. Sein gewaltiger Körper schlug auf dem Boden auf und Sägespäne stoben in alle Richtungen.

Das Tosen wurde zu Geschrei und er spürte Leute auf sich zu rennen und das Beben des Bodens durch das Trampeln seiner Geschwister. Dann schloss er die Augen.


14 Jahre, aus Offenburg
14 Jahre, aus Offenburg

Duell auf schwarzem Sand

 

Julius stand zitternd und in schwarzer  Lederrüstung in seinem Quartier, schärfte seine Krummsäbel, setzte seinen eisernen Helm in Form eines eisernen Rabenschädels auf, der ihm seinen Kampfnamen „Corvus“ gegeben hatte, und wartete, dass die schwere Tür zur Arena sich öffnete.

Er hatte Angst. Angst vor dem Kampf gegen Rhinoceros, den einzigen Gladiator, der noch nie eine Niederlage hatte hinnehmen müssen. Angst, von seinem Breitschwert gespalten zu werden. Angst, niemals Freiheit erleben zu können. Der Sieger dieses Kampfes würde einen Preis in Höhe von mehreren tausend Sesterzen gewinnen, welchen Julius unbedingt brauchte, um sich aus der Sklaverei freizukaufen. Dann würde er endlich in Freiheit und Ruhe leben. Vielleicht könnte er sogar einen schönen Landsitz kaufen.


Eines war für Julius klar: Er würde niemals Sklaven haben. Er wusste ja, was für ein elendes Leben sie hatten.

Endlich verkündete draußen in der Arena der Ansager die Namen der Kämpfenden. Rhinoceros wurde als Erster aufgerufen.

Er wird mich also empfangen, dachte Julius, also ist er der Favorit für den Kampf. Knarrend schwang die schwere Eisentür zur Arena auf. Langsam schritt Julius in die Arena. Der schwarze, grobe Sand stach in seine Füße, als er auf das Zentrum der Arena zuging. Schon donnerte Rhinoceros auf ihn zu. Er war noch größer, als Julius‘ Freunde ihm erzählt hatten, und überragte ihn um gut einen halben Meter. Sein Breitschwert funkelte bedrohlich in der Sonne. Doch Julius bewahrte trotz allem Ruhe, wartete, bis Rhinoceros ihn erreicht hatte, und tauchte unter seinem Schlag hinweg.

Der Koloss blinzelte verdutzt, er hatte die Orientierung verloren. Wo war der kleine, rabengesichtige Krieger? Er erfuhr es einen Augenblick später, als dieser mit einem blitzschnellen Stoß seinen Fuß durchbohrte. Er brüllte vor Zorn. Der schwarze Sand knirschte.

Ein Schauer überlief Julius, denn für ihn wirkte es, als wäre der Sand gierig danach, noch mehr Blut in sich aufzunehmen.

Doch Rhinoceros war zäh. Er hatte schon schlimmere Verwundungen erlitten und trotzdem jeden Kampf gewonnen. Dennoch schmerzte ihn diese Wunde. Allerdings war es mehr indirekter Schmerz, weil ihn dieser kleine Krieger so mühelos überlistet hatte und ihn obendrein  so früh nach Kampfbeginn getroffen hatte.

Julius hatte unterdessen die größten Schwächen  seines Gegners entdeckt: Er war nicht einmal annähernd so flink wie Julius und hatte mindestens die doppelte Trefferfläche.

Eigentlich sollte in der Arena mit Stil gekämpft werden, doch das war längst nicht mehr der Fall: Rhinoceros kämpfte mit roher Gewalt, er schlug so heftig, dass er das Zielen völlig vergaß. Seine Schläge waren zwar so stark, dass ein Einziger gereicht hätte, um einen Elefanten längs zu spalten, doch sie verfehlten Julius so weit, dass er sich kaum bewegen musste. Er würde den wütenden Hünen ermüden, indem er ihn seine ganze Kraft in die Schläge legen ließ. Leider begriff Rhinoceros das auch, seine Schläge wurden immer präziser und Julius musste immer mehr ausweichen.

Mit einem besonders guten Hieb schlug Rhinoceros die Spitze seines eisernen Schnabels ab. Doch Julius‘ Ausgleich folgte sofort: Mit beiden Säbeln hieb er kurz nacheinander nach dem Bauch seines Gegners. Der zweite Hieb traf. Blut spritzte auf. Der Sand knirschte blutdurstig.  Rhinoceros brüllte so laut, dass die Pferde vor der Arena in Panik gerieten, weil sie glaubten, ein Bär wäre in der Nähe.

Auf einmal jubelte die Menge: „Corvus! Corvus!“, schrien sie. Was für ein grausames Volk die Römer doch sind, dachte er. Sie jubeln, weil ihr Favorit verletzt ist. Man sah Rhinoceros an, dass er geschwächt war. Er war langsamer geworden, und er schlug weniger kräftig zu. Trotzdem gab er nicht auf. Eine Bauchwunde war zwar eine Schwächung, doch er würde noch etwa zwei Stunden weiterkämpfen können, er würde noch siegen können. Mit letzter Kraft sprang Rhinoceros auf Julius zu und hieb nach seinem Kopf. In letzter Sekunde konnte dieser sich zur Seite abrollen, doch die Schwertspitze streifte seine Wade und schnitt sie diagonal auf. Ein stechender Schmerz durchfuhr Julius, als er versuchte, zur Seite zu springen, offenbar war die Wunde tiefer als gedacht.  

Doch er gab nicht auf. Zu groß war der Wert der Freiheit für ihn, als dass er seine einzige Chance dazu vergeben würde. Zu schlimm die Konsequenz, wenn er verlöre. Zu groß das Risiko, für immer ein Sklave zu bleiben. Also stand er auf, hob seine Säbel gen Himmel und hieb damit nach Rhinoceros. Er führte eine Schlagkombination vom Feinsten aus. Rechts, Rechts, Links, Links, Stoß beider Klingen zugleich, Links, diagonal Rechts. Und all das in einem Tempo, dass der  riesenhafte, trainierte Feind kaum folgen, geschweige denn parieren konnte.

Immer mehr Blut spritzte auf und färbte Julius‘ Klingen rot. Geschwächt sank der Feind in sich zusammen, sein Breitschwert ließ er fallen. Der Sand knirschte bedrohlich. Julius hatte gesiegt. Das Publikum fällte das Urteil. Julius war erleichtert, denn sie würden Rhinoceros am Leben lassen. Obwohl dieser ihm beinahe den Schädel gespalten hatte, respektierte Julius den anderen Gladiatoren zutiefst und bewunderte dessen Ausdauer, Zähigkeit und Entschlossenheit. Er half ihm auf und stützte ihn, um ihn zu den Medizinern zu bringen. Rhinoceros war überrascht über diese Hilfe. Noch nie hatte ein anderer Mensch ihm  geholfen, geschweige denn ein anderer Gladiator. Er war dankbar dafür.

Der Ausrufer bat Julius, noch einmal die Arena zu betreten, um seinen Preis abzuholen. So glücklich war Julius nie in seinem Leben gewesen. Als er aufgefordert wurde, etwas zu diesem Kampf zu sagen, erzählte er: „Ich habe heute einiges erfahren, dass ich früher noch nicht wusste: Zum Ersten bewundere ich Rhinoceros, der schwerverletzt doch nicht aufgegeben hat. Zum Zweiten weiß ich nun, dass jeder Mensch, egal, wie groß oder stark, auch einige Schwächen hat. Und zum Letzten habe ich gelernt, dass ihr alle, Römer wie Besucher, das grausamste Volk seid, das ich je gesehen habe. Ihr jubelt, wenn sich andere verletzen und abschlachten. Ihr freut euch über die Qual der Schwächeren. Und ihr wechselt den Favoriten schneller als den Kaiser, von denen wir allein dieses Jahr schon 13 hatten. Ich verachte euch.“ Mit diesen Worten verließ Julius die Arena. Der Sand knirschte und stach ihm in seine Füße.  


14 Jahre, aus Neuried-Müllen
14 Jahre, aus Neuried-Müllen

Der lustige Mann

 

Die Menge grölt und lacht und kleine Kinder zappeln auf ihren Sitzen. Manche zeigen auf ihn, manche grinsen kopfschüttelnd, manche schmunzeln kurz und wenden sich dann ihrem Sitznachbarn zu. Aber lachen tun sie alle. Über ihn. Wegen ihm. Mit ihm?

Die grellen Scheinwerfer blenden, lassen die Schweißperlen unter den bunten Klamotten Wettrennen veranstalten. Die Füße scheinen im weichen Sand zu versinken. Unter der roten Perücke juckt die Kopfhaut. Und die Hitze lässt ihn spüren, wie die vielschichtige Make-up- Pampe langsam zerbröckelt und zerschmilzt. Er verbeugt sich hastig, schnappt sich seine zwei Kegel und stolpert aus dem Lichtstrahl. Applaus genießen?

Wie meinte Ludwig van Beethoven auf dem Sterbebett? „Applaus, Freunde, die Komödie ist beendet.“

Die Komödie ist beendet. Der Job getan. Was jetzt herbeigesehnt wird, ist nicht noch mehr Gelächter, Hitze und Menschen. Sondern ein Abschminktuch und das geliebte Bett.


In der Manege, hinter den dicken Vorhängen rollt der bayrische Zirkusdirektor gekonnt das „R“. Das Einzige, was echt an ihm ist, ist der Bierbauch. Jaja, Freunde, das Publikum wird unterhalten wie es unterhalten werden will. Drama. Drama, Spott und Exotik. Wie leicht sich sowas doch mit glitzernden Kostümen bieten lässt.Er verlässt das Zirkuszelt erschöpft und stampft zu seinem Wagen, wo er sich auf den Schminkstuhl vor dem großen Spiegel fallen lässt.

Ein kurzer Blick aus den Augenwinkeln macht ihm bewusst, dass er sich selbst nicht erkennt. Nur die Augen, die müden grünen Augen, sind geblieben. Sie sind das Einzige, was sich nicht überschminken lässt.

Der Drang, sein Gesicht wieder zum Vorschein zu bringen, wird immer größer und 10 Minuten später ist sein wahres „Ich“ wieder da. Das, das all die Menschen draußen nicht sehen. Das, was erst nach einer Zeit wieder zum Vorschein kommt. Das Gesicht eines alten, erschöpften Mannes.

Schnell erhebt er sich und stapft zur Tür, um sich abzulenken.

Als er mit entschlossener Miene über den Zirkusplatz stapft, spürt er plötzlich etwas an seiner Hand und dreht sich erstaunt um. Ein kleiner Junge steht vor ihm. Verwundert fragt er ihn „Was machst du denn hier? Solltest du nicht bei deiner Mama sein? Wie kommst du überhaupt hier rein?“

Der Kleine schaut ihn mit großen Augen an. „Äh... meine Mama ist kurz zur Toilette, und bei dem Zaun war ein Schlitz, da hab ich genau durchgepasst. Ich wollte nur kurz schauen. Ich, äh... ich wäre gleich wieder zurückgegangen...“

Der Junge legt plötzlich den Kopf schief und sagt mit erstaunter Stimme: „Bist du nicht der lustige Mann von vorhin? Aber deine Nase, deine Nase ist weg. Ach und deine Haare sind braun und nicht rot? Das ist ja witzig. Aber deine Augen sind gleich grün. Wir sitzen ganz vorne, deshalb seh´ ich das. Du siehst ja ganz anders aus.“

Der lustige Mann von vorhin muss lachen. „Die Augen also, ja?“

Der Kleine nickt eifrig. „Du bist gestolpert und hingefallen und alle haben gelacht, aber ich nicht, weil mir das auch immer passiert. Und dann ist dir dein Kegel auf den Kopf gefallen. Und alle haben gelacht, aber ich nicht, weil das sicher total weh gemacht hat. Das warst doch du, nicht?“ Der Mann muss still lächeln. „Ja, das war ich. Aber der, der gerade vor dir steht, das bin noch eher ich, verstehst du?“ Der Junge nickt. „

Und lachen ist okay. Aber WIE man lacht, das ist wichtig, weißt du. Mit jemandem mitlachen macht den Menschen glücklich, aber über jemanden lachen, das macht den Menschen manchmal traurig. Auch wenn es mein Job ist.“

„Aber wenn es dich traurig macht, wieso machst du es dann?“

Der Mann schaut den Jungen an. „ Weil man das so gewohnt ist, dass man sich nicht traut etwas zu verändern. Weil man nicht mehr daran glaubt, dass Menschen mit einem lachen werden, wenn sie jahrelang nur über einen gelacht haben. Aber irgendwann kommt vielleicht ein Mensch, der dir zeigt, dass es auch anders geht.“

Er schweigt kurz. „Irgendwann, früher oder später, kommt so ein Mensch... Also, wann immer du stolperst und hinfällst, dann musst du wieder aufstehen, ja? Sonst merkst du nie, dass, wenn alle über dich lachen, da noch jemand ist, der mit dir lacht. Versprichst du mir das?“

Der Kleine lächelt. „Versprech ich dir, lustiger Mann!“

 


PROSA MUNDART

13 bis 14 Jahre

14 Jahre, aus Willstätt
14 Jahre, aus Willstätt

 

 

 

E Zirkusowe 

 

Jed`s Johr do geh ma hin, in de Zirkus. Do wird viel g`lacht, wenn de Clown e Späßle macht.

Am erste Zischdig im Johr stiege ma ins Auto in, um zum Zirkus zu fahre. Wenn ma dort sin, gibt’s erschtmol e gscheite Bratwurscht. Nach da Wurscht geh ma ins Zelt nin.

Ich un mei Bruda sin mol widda am schtridde. Do sait de Vata: „ Luje mo, do unne isch de Domteur, ihr Lusbuwe. D` Ufführung beginnt jetzt. Do kommet scho d`erschte Tiere. Ä Elefant us Afrika“. Jetzt sin ma gschbannt und luje da Elefante zu. D` Elefante luffe e Trepp hoch. Jetzt gehe se widda un irgend e Mädl kommt. Die turnt uf so mä Ring, der an de Deck fescht gmacht isch. In da Pus, die zwonzig Minute goht, kann ma uf Kamele ritte. Nach da Pus kann ma uf da Manesch e paar Löwe sehn. D`Mudda kufft uns noch e paar Tüte Popcorn. Ufm Heimweg sait de Bruda widda sei Lieblingssprüchle uff: „Wenn de Pappe mit de Schlappe in de Rappe dappe dut.“ Do nervt er mi scho e weng, weil i halt au mol minne Ruh ha will. Ufjedefall ware ma dann tot mied un sin schlofe gange.

 

 



LYRIK

13 bis 14 Jahre

14 Jahre, aus Offenburg
14 Jahre, aus Offenburg

Backstage im Zirkus

 

Um 6 Uhr morgens stehen alle auf,

und der Tag nimmt seinen Lauf.

Erst geht jemand zu den Gehegen,

um die Tiere zu verpflegen.

Das Frühstück hat der Bill gekocht,

und alle hier haben es gemocht.

Danach müssen alle üben,

denn dem Publikum möchte man die Laune nicht vertrüben.

Der Techniker macht 'nen kurzen Check,

doch alles steht am rechten Fleck.

Nach dem Mittagessen muss man nicht lange warten,

da verkauft die Kassiererin schon erste Karten. Der Snackverkäufer ist bereit,

und endlich ist es die Zeit!

Das Publikum strömt in das Zelt,

indem sich nichts mehr ruhig verhält.

Die Nummern mit den Tieren sind sehr beliebt, ein Glück,dass es davon so viele gibt!

Später gehen alle fröhlich heim,

und das hier war der letzte Reim.

 

 

 

 

 



13 Jahre, aus Offenburg
13 Jahre, aus Offenburg

Träume werden wahr – Der Zirkus, der ist wunderbar

 

Der Vorhang öffnet sich, liebe Leut‘

Denn es gibt eine Vorstellung heut‘

Das Publikum, das wartet gespannt

Die ersehnten Artisten werden genannt

Musik!, ordnet der Dompteur an

Er zieht die Zuschauer in seinen Bann

Kindliche Züge kann hier jeder wiederbekommen

Doch aufgepasst, es hat begonnen

 

Und eine Herde von Ponys trabt herbei

Schluss jetzt mit der Warterei

Auf dem Platz zieh’n sie ihre Kreise

Und begnügen jedermann auf elegante Weise

Diese Nummer ist ein Hit

Nun verschwinden sie durch den Vorhang in rasantem Schritt

Gelächter schallt durch das große Zelt

Alles ist möglich in dieser Welt

 

Ein Engel von dichtem Nebel enthüllt

Der Traum eines jeden Kindes erfüllt

Es folgt ein großes wildes Tier

Ein Tiger ist’s, stark wie ein Stier

Nach der Pause, die zweite Phase

Elefanten, ein Clown mit roter Nase

Seiltänzer und ein Akrobat

Beeindruckend, in der Tat

Den großen Abschied gibt’s am Ende

Es fliegen Blumen und Kusshände

Eine Welt voll Wunder und Fantasie

 

ein solches Erlebnis vergisst man nie



LYRIK MUNDART

13 bis 14 Jahre

14 Jahre, aus Offenburg
14 Jahre, aus Offenburg

Ich war mol im Zirkus

 

Wenn dr Hund drusse steht in der Kält,

Und dr Schnee ganz langsam fällt,

Sin wir im warme Zirkuszelt.

 

Schon steht an der Kass

Eine große Mass

Und in der vordren Zirkushalle,

Sieht ma a Bild vom luschtigen Kalle

 

Der Vorhang geht uff         

Mir schaue gnau hie

Da könsch grad glaube     

Es wär vom Zirkus Knie

 

Do obbe am Trapez

Dort turnt a Quartett

Und an vier Seile

Do hängt a dicks Brätt

 

Die Mussig die quägt us am letschte Loch

Aber Stimmung die gibt’s dann lätzlich doch.

De Clown de Troddel ma glaubt es nit

Der stolpert sogar bei jedem Schritt.

 

Pferde un Esel in einere Rei

Tiger un Löwe sin keini dabei,

Hunde un Taube hämmer noch gsän,

Ihr werdets net glaube, des war richtig scheen.

 

A Zauberer ihr glaubes net,

der macht im Zirkus au no mit.

Der zaubert hokus pokus 123

Und schon ischs Zirkusprogramm vorbei.

 

Jetz kann ichs eich sage

Der obend war schee

Und ab geht’s nach drusse

Zurück in de Schnee.

 



14 Jahre, aus Offenburg
14 Jahre, aus Offenburg



 

 

 

De Zirkus

 

Wenn ma an de Zirkus denkt,

Isch ein’m d‘ Freude pur geschenkt.

Egal, wo ma isch, ob hier, ob dort,

De Zirkus – der isch immer vor Ort.

 

D‘ Kinder steh‘n Schlang‘ vor‘m Zelt,

Weil d‘ ganze Familie Karte het b‘schtellt.

De kleine Bu isch ganz erquickt,

Die letschte zwe hät er gekriegt.

 

Am Obe dann, bevor‘s beginnt,

De Schnellscht‘ de beschte Platz‘ gewinnt.

Wenn‘s dann mit de Ufführung losgeht,

D‘ Stimmung sich sofort erhebt.

 

Nun macht’s Läbe wiider Sinn,

Denn in de Zirkus, do geht ma gern hin.

Ob rich, ob arm, ob jung, ob alt,

 

D‘ Freud‘ am Zirkus macht kei Halt.

 

 

 



Illustration   Bildergeschichte

7 bis 9 Jahre

8 Jahre, aus Rammersweier
8 Jahre, aus Rammersweier


7 Jahre, aus Oberkirch
7 Jahre, aus Oberkirch



9 Jahre, aus Roppenheim im Elsass
9 Jahre, aus Roppenheim im Elsass


10 Jahre, 10 Jahre, aus Hornberg
10 Jahre, 10 Jahre, aus Hornberg