2019

25. Juli ab 8:35h

Einlösung des errungenen Sonderpreises für Julia Schaefer in Form einer Autorenlesung mit besonderer Würdigung der Gewinnerin in der Grundschule Grimmelshausen Renchen

Alle Rechte an Julia Schäfers Text liegen bei der Verfasserin. Der Text darf nicht unerlaubt kopiert oder von anderen Personen öffentlich vorgelesen werden.

 

 

Julia Schäfer

 

errang beim Leserabe-Schreibwettbewerb 2019

den nebenstehenden Sonderpreis für ihre fantasievolle Reise eines Falken um die Welt.

 

Dieser Sonderpreis wurde vom Verlag Edition Blaue Stunde gesponsert.  

 

Julia Schäfers Erzählung

Einmal um die Welt

(c) Julia Schäfer

 

Einleitung

 

Hallo, ich bin Sami, ein Wanderfalke. Hier in diesem Buch habe ich all meine abenteuerlichen Erlebnisse aufbewahrt. Ziemlich spannend war es, als ich über eine Savanne flog, oder als ich eine einsame Insel mitten im Mittelmeer entdeckte. Lest einfach selbst!

 

Kapitel 1: In Deutschland

 

Meine Reise startete ich in Deutschland, einem sehr schönen Land. Als ich gerade über einem Wald flog, zischte plötzlich etwas knapp an meinem Schnabel vorbei. Verwundert sah ich mich um. Da entdeckte ich einen komisch gekleideten Mann. Ich erschrak, als ich sah, dass er mit einem Gewehr auf mich zielte. Ich taumelte rückwärts und sauste zu Boden. Als ich so da unten lag und in den Himmel blickte, dachte ich nur sehnsüchtig ans Fliegen. Auf einmal näherte sich mir ein Mensch und nahm mich mit. Er brachte mich in eine Auffangstation, wo ich wieder aufgepäppelt wurde. Dort machte ich auch die Bekanntschaft mit einem Wanderfalkenmädchen. Es sah so hübsch aus mit ihren leuchtend blauen Augen, dass ich mich sofort in sie verliebte.

Ich fragt sie: „Wie heißt du?“ Sie antwortete: „Lea“. 

Lea schien mich auch zu mögen, denn sie fragte mich:

 „Willst du auch nach Afrika?“

Weil ich gerne einmal nach Afrika wollte, antwortete ich: „Ja“.

So machten wir uns gemeinsam auf den  Weg.

 

Kapitel 2: Auf dem Weg nach Afrika

 

Wir flogen über Wiesen und Felder, Flüsse und Seen, Häuser und Städte, flogen sogar über hohe Berge, bis wir schließlich ans Meer kamen. Die Reise war so schön.

Einmal sah ich einen Zoo in dem Tiere in engen Gehegen eingesperrt waren und dachte mir: „Ach ist es schön, frei zu sein.“

Wir flogen weit aufs Mittelmeer hinaus, denn wir wollten von Italien aus bis nach Afrika. Hoch über dem Meer schauten wir auf die Wellen, als plötzlich ein Gewitter aufzog. Das Tempo unseres Fluges beschleunigten wir, doch da geschah etwas, was mich verzweifeln ließ. Meine neue Freundin fing plötzlich an zu taumeln und stürzte schließlich in die Tiefe. Mutig flog ich hinterher. Doch was war das? Sie flog nicht wie erwartet zu mir hinauf, sondern trieb leblos auf dem Meer. Sofort versuchte ich sie hochzuheben, was leichter gesagt als getan war. Ich hievte sie aus dem Wasser und setzte sie auf meine Schultern. Zum Glück konnte ich noch fliegen und so erhob ich mich in die Lüfte. Als ich mich kaum noch in der Luft halten konnte, entdeckte ich eine einsame Insel. Mit letzter Kraft landete ich dort.

Zum Glück war Lea bald wieder bei Bewusstsein und erklärte mir zu meinem Erstaunen, dass ihr die Insel neu war, obwohl sie schon viel in der Welt herumgekommen war. Wir erkundeten die Insel und entdeckten darauf einen Vulkan, der zum Glück nicht ausbrach. Und ein hübsches Wäldchen. Auf der Insel war es auch viel wärmer als in Deutschland.

Schließlich ging es wieder los. Wir flogen weiter und weiter. Unter uns sahen wir Delfine und Wale, ja sogar einen Blauwal hatten wir entdeckt. Es war einfach wunderschön das leuchtend blaue Meer unter uns zu sehen.

Als wir schließlich nach drei Tagen Dauerflug an das afrikanische Festland kamen, war ich völlig erschöpft.

 

Kapitel 3: Endlich in Afrika

 

Endlich hatten wir unser Ziel erreicht und wir ließen uns erschöpft nieder. Als nächstes wollten wir eine Savanne besuchen. Da geschah etwas, mit dem wir nicht rechneten: Am Rande der Savanne wollten wir eine Pause machen und so plauderten wir gemütlich. Deshalb sahen wir leider erst zu spät, dass sich uns ein Löwe näherte. Fast hätte er meine Freundin erwischt. Zum Glück konnten wir gerade noch ausweichen.

Um den Schrecken beiseite zu schieben erhoben wir uns und drehten eine Runde. Als wir am Himmel entlang segelten, sahen wir mehrere Sachen. Einmal verfolgten wir gespannt, wie ein Gepard eine Gazelle verfolgte und verspeiste. Ich sah auch ein Krokodil, dass versuchte, einen Büffel zu erlegen. Einmal flogen wir über eine Herde Zebras und mir wurde schummrig, als ich die vielen Streifen sah. Es war sehr schön.

Am Abend ließen wir uns auf einem riesigen Baum nieder. Eine rot leuchtende Sonne ging unter. Doch wir konnten nicht schlafen, denn ein strahlender Nachthimmel erschien über uns. Schließlich nickte ich doch ein.

 

Schluss

 

Wenn ich zurückdenke an die vielen Erlebnisse und wie viele Tiere ich gesehen hatte, die ich in Deutschland wohl kaum einmal gesehen hätte, bin ich froh, dass ich das erleben konnte. Ich habe auch gelernt, dass schlimme Dinge passieren können und bin froh, dass wir dem Löwen nicht in die Pfoten kamen.

 

Ja, und wenn ihr wissen wollt, wie es weitergeht, dann könnt ihr mir einen Brief schicken.

 

 

Sami

 


Mehr Informationen, den Nachbericht der Presse mit den Namen aller Gewinner/innen sowie eine Auswahl der Gewinner-Texte findet man auf der Website des AutorenNetzwerks Ortenau-Elsass und zwar


                                      Hier

Thema AM HIMMEL

für Kinder bis 14 Jahre

 

Das Thema für die bis 14Jährigen lautet: „Am Himmel“.

 

Hier kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Man könnte zum Beispiel über Sterne und ihre Bilder oder über das Wetter, das Klima oder die Planeten oder über Weltraumraketen, Aliens oder Geister, die in finsteren Winternächten am Himmel spuken, oder über Mondsüchtige als Schlafwandler schreiben. Oder man könnte sich Traum- und Märchenreisen in neue Welten ausdenken, auf einem fernen Planeten eine andere Welt erschaffen oder darüber schreiben, was passieren könnte, wenn ein Meteorit auf unsere Erde fiele, oder was wäre, wenn der Mann im Mond eine Mondfrau wäre.

Thema DER SCHRANK

für Jugendliche und Erwachsene

 

Älteren ist als Thema „Der Schrank“ vorgegeben.

 

Das mögliche Spektrum reicht vom einfachen Möbelstück bis zu dessen wechselhafter Geschichte, vom Gruselschocker bis zur Komödie oder wohin sonst einen die Fantasie bei diesem Thema treibt. Vielleicht geradewegs in die schriftstellerische „Endorphinose“ oder ins schwarze Druckertintenaus. Vielleicht durch den Schrank in eine Anderswelt oder zum Liebhaber in flagranti. Wer weiß? Wir sind gespannt.


Zugelassen sind

eigene, selbst erdachte und geschriebene Prosa und Lyrik in Form von Erzählung, Kurzgeschichte, Krimi, Fantasy, Märchen, Fabel und Gedicht/Lied.

 

Bei Einreichung eines Liedtextes darf gern ein Notensatz beigefügt werden. 

Dieser kann, muss aber nicht selbst komponiert sein, 

 

doch muss in jedem Fall dessen Urheber angegeben werden.

 


Preisverleihung Kinder

Die Preisverleihungsfeier für Kinder findet am Sonntag, dem 30. Juni 2019, ab 16 Uhr in der Mediathek Oberkirch statt.

Um Voranmeldungen zur Teilnahme an der Feierstunde mit Angabe der Personenzahl wird gebeten.

Erwachsene Bezugspersonen und/oder die jungen Wettbewerbsteilnehmer/innen selbst schreiben bitte eine Nachricht an das AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass.

 

Preisverleihung Jugend und Erwachsene

Die Preisverleihungsfeier für Jugendliche und Erwachsene findet am Sonntag, dem 22. September 2019, ab 16 Uhr im Gasthaus Bücherhotel Bischenberg in Sasbachwalden statt.

Um Voranmeldungen zur Teilnahme an der Feierstunde mit Angabe der Personenzahl wird gebeten.

Schicken Sie bitte eine Nachricht an das AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass.