Mai 2019


17.05.  Mediathek Oberkirch, 19 Uhr

Liedermacherin Agnes Müller                     Foto KPJäckel


20.05.  Mediathek Lahr, 19 Uhr


Wie kaum eine andere Region hüben und drüben des Rheins sind die "goldene Au" der lieblichen Ortenau am Fuße des Schwarzwalds und das nicht minder reizvolle Elsass am Fuße des Schwestergebirges der Vogesen miteinander in Land und Leben verbunden.

Diese Verbundenheit schlägt sich auch in dem von Karin Jäckel initiierten und geleiteten AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass nieder.

Mit Sitz in Oberkirch, präsentiert das literarisch-musikalische Netzwerk Wortkunst und Musik aus der Region und für die Region auf der Basis gemeinsamer Sprachwurzeln des Alemannischen, dessen Zungenschlag sowohl im Hochdeutschen wie in der Mundart unverkennbar hörbar ist.

 

In der Mediathek Lahr seit mehreren Jahren gern gesehener und gehörter Stammgast, ist das AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass an diesem Abend erstmalig mit seinem grenzüberschreitenden Programm im Ambiente des weißen Gewölbe-Saals zu erleben. 

 

Dargeboten werden neben einer mundartlichen Erzählung über eine junge Elsässer Glasdesignerin mit deutschen Familienwurzeln eine schwarzhumorig angehauchte satirische Geschichte über den Schwarzwald, seine Tannen und andere Merkwürdigkeiten. Dass im Elsass ein moderner Ableger des Schlaraffenlands zu finden ist, wird ebenso zu Gehör gebracht wie Musik.

 

Gerade sie, die Musik, kann wie kaum ein anderes Genre die gemeinsamen Sprachwurzeln der Regionen in Herz  und Ohr tragen. Elsässerditsche und badische Texte aus der Feder der beiden Barden des Abends schmeicheln sich zu fingerfertigen Gitarrenklängen ein. 

 

Die Sprachkünstler/innen versprechen nicht zu viel, wenn sie beste Unterhaltung zusagen und einen Abend, an den diejenigen, die ihn rund zwei Stunden lang erleben, sich gern erinnern werden.

24.05.  Bücherhotel Bischenberg

"Abenteuerliches"

steht als Motto über diesem Abend im Roten Salon des über den Hügeln Sasbachwaldens thronenden Bücherhotels Bischenberg, in dem die von Karin Jäckel initiierte und moderierte Veranstaltungsreihe "Das offene Buch" erstmals in diesem Jahr und auf vielfachen Wunsch am Freitagabend anstatt am Sonntagnachmittag stattfindet. 

 

Gemeinsam mit ihren Autoren- und Liedermacherkolleg/innen entführt Karin Jäckel in die Weiten Afrikas und die Abgründe Ägyptens. Auch mit dem "trunkenen Boot" auf den Wogen des Ozeans der Unendlichkeit kreiselnd, fordert die Autorenlesung die menschliche Vorstellungskraft heraus.

 

Lyrisch, musikalisch wie sprachlich so eindringlich wie fantasievoll, so peppig wie jazzig-rockig, so jazzig wie bluesverweht, versöhnt am Ende die Musik jedes aufgewühlte Gemüt.

 

 

Das besondere literarische Schmankerl

des Abends

 

Mit Helmut Hannigs interpretatorischer Annäherung an das Gedicht von Jean Arthur Rimbaud "Le Bateau Ivre" - in seiner Übersetzung "Das trunkene Schiff" erwartet das Publikum ein exquisiter Hörgenuss und zugleich eine Vortragspremiere auf dem Bischenberg.

 

Entstanden im Rahmen der "Biennale International De Poesie" anlässlich einer Rimbaud-Ausstellung in Charleville-Mézières im Oktober 2018, übersetzte der Dichter und Bildkünstler das französische Original auf kongeniale Weise.

 

Zweisprachig gedruckt, mit Bleistift-Porträtskizzen von Dichter und Nachdichter, einer Furnier-Collage des "trunkenen Bootes" und einem blauen Wimpel mit der fragmentarischen Wiedergabe des Gedichts, kann die von Helmut Hannig eigenhändig geheftete und gedruckte bibliophile Broschüre das Auge ebenso erfreuen wie der literarische Vortrag.