Mai 2022

9.5. Mediathek Lahr, um 19 Uhr

Orte für Worte

Grafik und Gestaltung Karin Jäckel
Grafik und Gestaltung Karin Jäckel

Lachen in schweren Zeiten schenkt der Seele Atempausen.


Badische Zeitung

BZ-e-Zeitung titelt:

Ein kurzweiliger Mix

12. Mai 2022, von Regina Erb-Schalk

Zum Lesen bitte die Fotosammlung anklicken.


Impressionen des Abends

Fotos: Klaus-Peter Jäckel
Fotos: Klaus-Peter Jäckel

11.5. Atelier der Illenau Werkstätten, Achern, um 19 Uhr

Grafik: Honoré Daumier. Plakat: Karin Jäckel
Grafik: Honoré Daumier. Plakat: Karin Jäckel

Presse-Nachbericht 

 

Die Dorfbrätsch

 

Am Mittwochabend, dem 11. Mai, um 19 Uhr lud das AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass wieder zu einem unterhaltsamen Abend mit Wortkunst und Musik in das Atelier der Illenau Werkstätten in Achern ein.

 

„Die Dorfbrätsch“ lautete das Motto des Abends, an dem die komischen Irrungen und Wirrungen zwischen Gesagtem und Verstandenem in Mundart und auf Hochdeutsch aufs Korn genommen wurden.

 

Mit dem aus Fessenbach stammenden und in Lahr lebenden Ludwig Hillenbrand, einem der bekanntesten Mundart-Autoren der Ortenau, gab's „A Schwätzle uff alemannisch“ und „ebbs meh“.

 

Gerd Birsner, Musik-Poet, Sänger und Gitarrist aus Kehl, zwackte sich die Zeit für seinen Auftritt von seiner Organisationsarbeit des Gengenbacher Kultursommers ab und wartete dem Publikum mit seinen badischen Gschichtle und Liedele auf, die selten zu missverstehen sind. 

 


Den hochdeutschen Part des Abends brachte der Acherner Stadtpoet Klaus Huber mit Sinnsprüchen und Versen ein. Sein Vortrag begann mit einer badischen akzentuierten Ansprache, in der er darlegte, warum er als "nach der Schrift "schreibender Autor etwas Bauchweg habe, bei einer Veranstaltung zum Motto "Die Dorfbrätsch" aufzutreten. Seine Texte fügten sich jedoch nahtlos ins Thema ein. Aufs erste Hinhören heiter, offenbarten sie doch ihren tieferen Hintergrund als Rat und Lebenshilfe lfür diejenigen, die der spitzen Zunge der Dorbrätsch zum Opfer fallen und zum sogenannten Mobbingopfer werden.

 

Beim abschließenden Gewinnspiel, bei dem zu erraten war, wie viele und welche Märchen in einem von Karin Jäckel verfassten "Schüttelmärchen" enthalten waren, ging eines der druckfrischen Exemplare des Werks "Ein Lebenskosmos in Sonetten"   an die stolze Gewinnerin. Von neun eingearbeiteten Märchen hatte sie acht richtig erraten. Der im Publikum anwesende  Autor Helmut Hannig schrieb ihr gern eine Widmung in sein Werk und trug anschließend auf Wunsch der Moderatorin eines seiner Sonette vor. 

 

Karin Jäckel, Autorin und Verlegerin aus Oberkirch, moderierte den Abend und flocht dabei nicht nur ein launiges Zitat zum Thema "Gesagt, Gehört, gehörig missverstanden", sondern auch eine Slapstick-Geschichte aus eigener Feder über ein missverständliches Telefonat ein.  

 

Hingewiesen wurde schon jetzt auf die letzte Veranstaltung der ersten Halbjahressaison am 29. Juni zur gleichen Uhrzeit am gleichen Ort,  bei der sich das AutoreNetzwerk mit Perlen in die Sommerpause verabschiedet. 

Zur genüsslichen Verkostung perlenden Seccos in Probeschlückchen werden Wort-Perlen der Ortenau serviert. Wobei für diejenigen, die lieber keine Secco-Probe mitmachen möchten, ein perlendes Mineralwasser kühl gestellt wird. 

Impressionen des Abends

Fotos: Klaus-Peter Jäckel
Fotos: Klaus-Peter Jäckel

20.5. freches hûs Oberkirch, um 19 Uhr

Foto: Gerhard Hahn. Plakat: Karin Jäckel
Foto: Gerhard Hahn. Plakat: Karin Jäckel

Was Steine erzählen

In langer Reihe lagen sie am Renchdamm, die vielen steingemalten Grüße, als der erste Corona-Lockdown Distanz anordnete. Keine Umarmungen, kein Wangenküsschen, nicht mal mehr Händeschütteln zur Begrüßung, zum Abschied. Telefon, E-Mail, Video-Gespräche waren schwacher Ersatz. In dieser Zeit fanden sich die ersten der Steingrüße am Renchdamm ein und wurden täglich mehr.

Die Mitglieder des AutorenNetzwerks Ortenau-Elsass griffen die wunderbare Idee gern auf und ließen die Steine erzählen.

Zauberhafte, lustige, ironische, spannende, nachdenkliche, freche - Geschichten aller Arten kamen dabei heraus.

Einige davon werden am 20. Mai im freche hûs präsentiert und die Steine dazu in Bildern gezeigt.

Als besonderer Ohrenschmaus wird die Raben-Geschichte zu hören sein, mit der die begabte Nachwuchsschriftstellerin Emira Peckolt aus Offenburg im Jahr 2021 den "Sonderpreis Vielversprechendes Talent" in der Altersgruppe 15+ gewann. 

 


Ein herzliches Dankeschön sagen wir Herrn Gerhard Hahn, der uns freundlicherweise eines seiner, wie er sagt, schönsten Videos zur Verfügung stellt, das er zusammen mit seinem Enkel von den Steinen an der Rench aufgenommen hat.

Wir freuen uns, dieses Video zeigen zu dürfen.

Als besonderen persönlichen Service bietet Herr Hahn sein Video auch in Pflegeheimen, in der Tagespflege für betreutes Wohnen und bei Seniorentreffen an.

Hier kann man seinen youtube-Kanal aufrufen.

 

Eintrittskarten (10 €) gibt es an der Abendkasse sowie im Vorverkauf in der Oberkircher Buchhandlung Bücherinsel sowie per E-Mail und Telefon (AB; 07802-7010030). Bestellte Karten liegen an der Abendkasse bereit.

 

Es gelten die aktuellen Corona-Schutzregeln.